Im Weiler Zerau begannen die Gräber in der Nacht sich zu öffnen. Die Leute flüsterten von Dämonen, die gekommen seien, die Toten zu verschlingen, denn kein Mensch hätte solch Entweihung zu wagen gewagt.

Der Älteste rief einen Wächter, um den Friedhof zu bewachen, doch bei Tagesanbruch war der Mann verschwunden und ward nie wieder gesehen. Ein Priester kam, um ein Exorzismus zu vollziehen, doch noch vor dem ersten Licht wurde ein weiteres Grab aufgerissen und die Ruhe der Toten ward gestört.

Schließlich versammelte sich eines Nachts der ganze Weiler, um Wache zu halten. Und sie sahen es: Einen gewaltigen Hund, so groß wie ein Ross und schwarz wie die Tiefen der Hölle. Er scharrte und nagte an den Särgen, fraß verrottetes Fleisch und alte Knochen.

Obgleich die Dorfbewohner die Bestie zahlenmäßig übertrafen, wagte keine Hand, ein Schwert zu erheben. Zu feige, für ihre Toten zu kämpfen, flohen sie, in der Hoffnung, ihr Leben zu retten … doch vergebens. Und keine ihrer feigen Seelen fand jemals wieder Ruhe.

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