Die legende der Sanzhani und Áine

Buch · 208 Wörter · The Legend of the Sanzhani and Áine

Weit im Norden, verborgen von dichtem Nebel und eisigen Gewässern, liegt das Zauberland Tír na nÓg. In ihm entsteht alle Schönheit auf der ganzen Welt. Mutige Krieger vom Volke der Tuata leben dort in Hülle und Fülle im völligen Einklang mit Wichteln, Feen und anderen magischen Wesen.

Doch einst geschah eine Tragödie. Ein Feenvolk namens Sanzhani reiste nach Tír na nÓg und bat dessen König, Manannán, ihnen zu gestatten, sich dort niederzulassen. Der König aber hatte so lange auf der Insel gelebt, dass er nicht mehr wusste, was Böse war. Und so stimmte er zu. Bald trafen die Sanzhani auf Áine, Manannáns Tochter, ein Mädchen mit Zähnen so perlmuttweiß und einem Lächeln so schön, dass alle Tuata sie innig liebten. In einer schicksalhaften Nacht stahlen die Sanzhani ihr Lächeln. Als Áine erwachte und ihr Gesicht von Blut bedeckt war, verlor sie ihren Verstand und sprang von einer Klippe in die eisigen Wellen.

Für dieses abscheuliche Verbrechen tötete Manannán die Hälfte der Sanzhani. Die andere Hälfte entkam. Von den Tuata verfolgt, flohen sie an das andere Ende der Welt. Dort, so sagt man, sind sie noch immer, verborgen in Erdlöchern, Höhlen und unter Pilzen. Vielleicht siehst du sie selbst – doch nur, wenn sie auch dein Lächeln stehlen wollen.

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