Die Geschichte vom gierigen Bub

Buch · 226 Wörter · Legend About a Greedy Boy

In Svartrau lebte einmal ein kleiner Bub. Seine Eltern waren arm und er hatte Geschwister in großer Zahl. So sah man ihn denn jeden Tag auf der Suche nach etwas Essen durch die Stadt streunen. Manchmal konnte er einen Kuchen stibitzen, der gerade auf einer Fensterbank auskühlte. An anderen Tagen stritt er sich hinter der Metzgershütte mit den Straßenkötern um Schlachtabfälle.

Eines Tages schlüpfte er in ein altes, heruntergekommenes Haus. Denn wer weiß, vielleicht ließ sich ja etwas Wertvolles darin finden. Er stieg hinunter in den Keller. Dort unten spürte er einen kalten Luftzug, der von hinter einer Wand herzurühren schien. Neugierig berührte er die brüchigen Ziegelsteine, doch schon bei der ersten Berührung fielen diese in sich zusammen und gaben einen vergessenen Gang frei.

Der Junge trat hinein und fand ein riesiges, uraltes Labyrinth vor sich liegen. Überall, wo er hinsah, entdeckte er Schätze. Zuerst nahm er einen bronzenen Kelch auf, doch schon bald darauf entdeckte er einen silbernen Teller und ließ den Kelch fallen. Kurze Zeit später wiederum stolperte er über eine goldene Vase, über die er den Teller völlig vergaß. Und so ging es in einem fort.

Wenn man der Legende glaubt, wandert der gierige Bub noch heute durch die Ruinen unter Svartrau. Er findet dort alle erdenklichen Schätze, und doch hofft er bei jedem darauf, etwas noch Wertvolleres zu finden als alles zuvor.

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