Es war einmal ein Mädchen. Eben noch jagte es Schmetterlingen über die Felder nach. Im nächsten Augenblick blieben nur seine kleinen Fußspuren zurück, die sich bald im Nichts verloren.
Die Dorfbewohner suchten jedes Versteck und jedes Haus ab, sogar den Brunnen in der Mitte des Dorfes, doch das Mädchen war wie vom Erdboden verschluckt.
Viele Jahre später kehrte sie zurück. Ihr Haar hing in schweren Strähnen wie verfilzte Wolle und ihre Augen huschten rastlos umher, als verfolgten sie Bewegungen, die niemand sonst wahrnahm. Ohne das Muttermal auf ihrer Wange hätte niemand sie erkannt. Und doch war sie es.
Wo immer sie einen Schritt tat, verdorrten Pflanzen und nahmen groteske Formen an. Gärten verrotteten über Nacht, Bäume trieben Wucherungen wie Tumore, und der Boden wimmelte von kriechendem Getier, das im Sonnenlicht auseinanderstob.
Wenn sie sprach, mischte sich in ihre Stimme ein Flüstern, als redeten viele andere mit. Sie berichtete von Gestalten, die von der anderen Seite gegen die Welt drängten, von riesigen Tentakeln, die sich um sie schlangen, enger und enger, auf der Suche nach etwas: einem Gefäß. Älter als Königreiche, älter als die Zeit selbst.
Voller Furcht erklärten die Dorfbewohner sie für verflucht, ein Sprachrohr der Dämonen. Sie verbrannten sie im heiligen Feuer, in der Hoffnung, die Verderbnis mit ihr zu tilgen. Doch weder Flammen noch die Zeit konnten die Dunkelheit vernichten, die in der Asche zurückblieb.
Die Dorfbewohner suchten jedes Versteck und jedes Haus ab, sogar den Brunnen in der Mitte des Dorfes, doch das Mädchen war wie vom Erdboden verschluckt.
Viele Jahre später kehrte sie zurück. Ihr Haar hing in schweren Strähnen wie verfilzte Wolle und ihre Augen huschten rastlos umher, als verfolgten sie Bewegungen, die niemand sonst wahrnahm. Ohne das Muttermal auf ihrer Wange hätte niemand sie erkannt. Und doch war sie es.
Wo immer sie einen Schritt tat, verdorrten Pflanzen und nahmen groteske Formen an. Gärten verrotteten über Nacht, Bäume trieben Wucherungen wie Tumore, und der Boden wimmelte von kriechendem Getier, das im Sonnenlicht auseinanderstob.
Wenn sie sprach, mischte sich in ihre Stimme ein Flüstern, als redeten viele andere mit. Sie berichtete von Gestalten, die von der anderen Seite gegen die Welt drängten, von riesigen Tentakeln, die sich um sie schlangen, enger und enger, auf der Suche nach etwas: einem Gefäß. Älter als Königreiche, älter als die Zeit selbst.
Voller Furcht erklärten die Dorfbewohner sie für verflucht, ein Sprachrohr der Dämonen. Sie verbrannten sie im heiligen Feuer, in der Hoffnung, die Verderbnis mit ihr zu tilgen. Doch weder Flammen noch die Zeit konnten die Dunkelheit vernichten, die in der Asche zurückblieb.