So abgelegen das Sangora-Tal auch sein mag, es ist nicht völlig von der Welt abgeschnitten. Gestern kam ein Kaufmann aus Konstanza an – seine Kleidung in Fetzen und seine Stimme zitterte vor Angst. Er sprach von einer Pest, die sich wie ein Lauffeuer in seiner Stadt ausbreitete. Von Menschen, die auf den Straßen starben, und von Leichen, die aus überfüllten Massengräbern quollen.
Fürst Skender ordnete eine Nachtwache in der Kathedrale von Svartrau an. Angeleitet von seinem persönlichen Beichtvater Pater Florin sollen alle Geistlichen des Tals Tag und Nacht beten, dass der himmlische Gott uns von der Pest verschonen wird. Und so fügt es sich, dass ich eine Pause vom Schreiben dieses Buches einlegen muss – hoffentlich nur für wenige Wochen.
Möge Gott uns alle beschützen.
Möge Gott uns alle beschützen.