Die große Hungersnot

Buch · 149 Wörter · The Great Famine

Alles begann mit dem kalten und regnerischen Sommer des Jahres 1315, der die Ernten auf den Feldern in ganz Europa vernichtete. Die beiden folgenden Jahre waren nicht anders. Die Menschen beteten und beteten, doch der Herr hielt es nicht für recht, ihre Gebete zu erhören.

Bald schon machte sich eine große Hungersnot über die Christenheit her. Viele hielten sie für den Beginn der Apokalypse. Menschen waren gezwungen, sich von Gras und Tierkadavern zu ernähren. Es gab sogar Gerüchte von Menschen, die einander fraßen. Eltern waren gezwungen, Kinder zu töten, die sie nicht ernähren konnten. Söhne verließen ihre kranken Mütter und Väter.

Viele starben, andere erholten sich niemals. Jene, die noch Kraft fanden, erhoben sich gegen ihre Lehnsherren und sogar gegen die Kirche.

Dann endete die Hungersnot so plötzlich, wie sie begonnen hatte, und die Menschen atmeten auf. Sie konnten nicht ahnen, welche zahllosen weiteren Übel auf sie warten sollten.

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