„Die Göttliche Komödie“ – Anmerkungen eines Lesers

Buch · 134 Wörter · The Divine Comedy – A Reader’s Notes

Manche sagen, Gott selbst habe die sogenannte „Göttliche Komödie“ inspiriert. Ich aber sage: Vielmehr waren es wohl Bohnen und Kohl, die der Autor vor seinem Schreibwerk verzehrte.

Zuallererst frage ich mich: Welcher Narzisst erhebt sich selbst zur Hauptfigur seiner eigenen Erzählung? Und dann noch diese wunderlichen Gespräche mit berühmten Philosophen, als wären sie alte Freunde!

Es bedarf zudem keines ganzen Buches von Hunderten Seiten, nur um mir zu verkünden, dass ich ein guter Christ zu sein habe. Dies ist mir wohlbekannt!

Das Einzige, was mein Interesse zu fesseln vermochte, waren die furchtbaren Qualen, die den Sündern in der Hölle widerfuhren. Brutal, widerwärtig, gewiss. Doch sie lehrten mich das Fürchten vor dem Untergang dorthin. Alles andere zu lesen glich selbst der Hölle. Wahrlich, ich begreife nicht, worin die Menschen diesen Abscheu von einem Werk rühmen!

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