Trotz jahrelangen Studiums wusste ich nicht, wo das Sangora-Tal auf einer Karte lag. Kein Wunder, denn es ist wahrlich abgelegen und nur schwer zu erreichen. Von allen Seiten umgeben von den mächtigen Bergen der Karpaten, ist es nur über schmale Schluchten zugänglich, und das auch nur in den Sommermonaten. Und selbst dann ist es noch gefährlich, diese Durchgänge zu überwinden – wie ich an eigenem Leibe erfahren musste.
Ich machte mich also mit dem Segen meines Abtes und frohgemut auf den Weg ins Sangora-Tal, begleitet von bewaffneten Wachleuten und Bediensteten. Unsere Reise von Italien war auf zwei Monate angesetzt, doch sie sollte doppelt so lange dauern – und die Hälfte unserer Reisegesellschaft sollte sie nicht überleben.