Kostbare Fracht
Precious Cargo
Nebenquest
Nebenquests · 18 von 159 → Weißgarten empfohlen ab Stufe 1
Auf der Weltkarte
Aus dem Journal
Der Kaufmann, den Geralt neben der Straße in Weißgarten antraf, war ziemlich verzweifelt. Er hatte einige wertvolle Waren zum nilfgaardischen Lager bringen wollen, als mit einem Mal sein Pferd durchgegangen und dabei von der Straße abgekommen war. Der Karren des Kaufmanns landete voll beladen im nebligen Sumpf außerhalb des Lagers. Der arme Gaul blieb im Sumpf stecken und wurde schnell von den Monstern verschlungen, die an solchen Orten lauern. Der Kaufmann hatte verständlicherweise Angst, seine Ware zu holen und bat den Hexer, diese Aufgabe zu übernehmen - für eine beträchtliche Belohnung.
Der Hexer fand die wertvolle Fracht des Händlers und der dankbare Mann zahlte ihm gutes Gold für seine Mühen. Der Auftrag erwies sich als einfach, ohne jegliche moralische Zwickmühlen oder nagende Zweifel, bei welchem Übel es sich um das geringere gehandelt hätte. Außerdem endete er mit einer zufriedenstellenden und sofort gezahlten Belohnung - der Hexer wäre sicherlich froh, wenn alle seine Aufträge so ablaufen würden.
Weiterlesen (5 Absätze) – verrät den Verlauf der Quest
Scheinbar einfache Geschichten erweisen sich oft als alles andere als einfach. Der Hexer fand den Karren des Kaufmanns - und auch Spuren eines heftigen Angriffs von Menschenhand. Es schien, als hätte der Kaufmann Geralt nicht die ganze Wahrheit erzählt. Die daraufhin folgende Konfrontation betätigte die Vermutungen des Hexers - statt zu bleiben und seine Unschuld zu beteuern, floh der Kaufmann, so schnell ihn seine Beine tragen konnten.
Es stellte sich heraus, dass der "Kaufmann" überhaupt kein Kaufmann war, sondern ein temerischer Partisanenkrieger. Nachdem Geralt die Geschichte und das Motiv des Mannes erfahren hatte, ließ er ihn laufen, damit dieser seinen sinnlosen Kampf gegen die nilfgaardischen Besatzer fortsetzen konnte. Dies sollte niemanden verwundern, werter Leser, denn Hexer sind zwar im Grunde genommen neutral, aber Geralts Sympathien im Kampf zwischen den Königreichen des Nordens und dem Kaiserreich Nilfgaard waren kein Geheimnis.
Es stellte sich heraus, dass der "Kaufmann" überhaupt kein Kaufmann war, sondern ein temerischer Partisanenkrieger. Obwohl Geralt an den Erfolgsaussichten des Partisanenkampfes gegen die mächtigen nilfgaardischen Besatzer zweifelte, ließ er ihn laufen ... wobei er den wertvollen Gegenstand für sich behielt. Vielleicht dachte er, ein Betrug dürfte nicht belohnt werden, oder vielleicht brauchte er auch einfach nur das Geld. Es obliegt mir nicht, hierüber zu urteilen, werter Leser.
Es stellte sich heraus, dass der "Kaufmann" überhaupt kein Kaufmann war, sondern ein temerischer Partisanenkrieger. Mit dem Rücken zur Wand appellierte der Soldat an die höheren Ideale und an Geralts Patriotismus, um den Hexer von seiner Sache zu überzeugen - doch ohne Erfolg, denn Geralt übergab ihn dem nächsten nilfgaardischen Außenposten. Der Hexer war eindeutig der Meinung, dass jemand, der sich wie ein Bandit verhielt, auch wie einer enden sollte, unabhängig davon, wie hehr seine Motive auch klingen mochten.
Geralt verfolgte den betrügerischen Kaufmann, doch der Gauner konnte ihm entwischen. Und so kam niemals ans Licht, was dort draußen in den düsteren Sümpfen von Weißgarten wirklich geschehen war.