Notizen eines Vandagildemitglieds aus Filiberts Hanse

Notizen eines Vandagildemitglieds aus Filiberts Hanse

Notes by a vandaguilder from Filibert's hanse

Gewöhnlicher Gegenstand Sonstiges

Objekt, das zum Abschließen einer Quest gebraucht wird.

Wert: 1 Kronen

Inhalt

Mein Beruf hat mir immer Freude gemacht. Das Töten ist mir so natürlich wie das Naseschnauben. Man hat mich zum Ritter geschlagen, und das Brigantentum ist eigentlich ganz ähnlich. Erst Blut und Schwerter, dann Wein und Huren zur Entspannung. Aber seit dieser grässlichen Nacht ... ist alles anders. Mein Schlaf ist voller Albträume, in denen ich die Ereignisse immer und immer wieder durchlebe ...

Wir hatten das Anwesen im Sturm genommen und Maximus Macrinus in seinem Nachthemd aus dem Bett gezerrt. Doch zuerst mussten wir uns um seine Familie kümmern. So lauteten die Befehle. Aber es ist eine Sache, einen alten Fettsack mit weinfleckigem Bart zu pfählen, und eine ganz andere, einen kleinen Rotzlöffel aufzuknüpfen. Er hat gekreischt wie ein Mädchen, als die Jungs ihm die Schlinge um den Hals gelegt haben. Macrinus hat versucht, uns zu kaufen - er hat mir sogar einen als Kerzenleuchter getarnten Hebel gezeigt, mit dem man einen Zugang zu seinem Familienschatz öffnen kann, aber Filiberts Befehle waren eindeutig.

Dann war Maximus' Frau dran ... die Jungs haben sich lange mit ihr vergnügt und Maximus zusehen lassen. Zu lange. Ich kannte den Hurensohn nicht und weiß nicht, was er getan hat, um Filibert dazu zu bringen, so mit seiner Familie umzuspringen, aber ... mir war es zu viel. Wir befassten uns erst mit Macrinus, als schon seine ganze Familie baumelte. Wir stachen ihn mit glühenden Eisen, schnitten ihm die Ohren ab und schlitzten ihm den Bauch auf ... und während dieser Grässlichkeiten schrie er kein einziges Mal. Er stöhnte nur verhalten. Als es Zeit für ihn war, in einer Pfütze seiner eigenen Exkremente zu sterben - unter dem Baum, an dem schon Frau und Sohn hingen -, da sah er mir in die Augen und flüsterte: "Mein ist die Rache ... in diesem oder im nächsten Leben!" Das waren seine letzten Worte. Und urplötzlich zogen schwarze Wolken auf, ein Sturm erhob sich ... Ich gab den Befehl zum Aufbruch.

Ich weiß noch genau, wie Filibert grinste, als ich ihm Bericht erstattete. Wie ein Honigkuchenpferd. Er tadelte mich nicht einmal, dass ich das Anwesen nicht habe plündern lassen. Es war eindeutig, dass es ihm nur um eines gegangen war: um Macrinus' Tod.

Doch die Kunde vom Schatz, den wir auf Casteldaccia zurückgelassen hatten, verbreitete sich wie ein Lauffeuer um Mont Crane, und es bereiten sich schon ein paar Jungs unserer Hanse darauf vor, noch einmal hinzugehen und nachzusehen. Ich werde mitgehen. Ich werde die Überreste der Leute begraben. Vielleicht finden ihre Geister dann Ruhe. Vielleicht kann ich wenigstens einen Teil meiner Schuld damit tilgen. Vielleicht kann ich dann wieder ruhig schlafen.

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Toussaint · 1 Fundorte

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