Mitschrift einer Konversation zwischen Meister Ezehiel Hildegrard und einem Menschen
E. H.: Wer bist du?
H. B.: Mein Name ist Hans Biscont.
E. H.: Warum zitterst du so?
H. B.: Ich fürchte mich, Herr.
E. H.: Du fürchtest dich? Ich verstehe nicht.
H. B.: Du kennst keine Angst, Herr?
E. H.: Nein. Ich habe eure Sprache gemeistert, aber manche Konzepte bleiben mir fremd. Was ist Angst?
H. B.: Ein Gefühl, das alle anderen Gefühle zerstört. Sie kontrolliert Herz und Verstand.
E. H.: Wie meinst du das? Ich dachte, es wäre eine Art Schmerz. Ich habe in meinem Labor Versuche gemacht und herausgefunden, dass eine Mutter ihr Kind vergisst und nur noch daran denkt, wie sie dem Schmerz entkommen kann, wenn man sie den entsprechenden Stimuli aussetzt. Ist Angst also so etwas wie Schmerz?
H. B.: Nein. Schmerz beherrscht den Körper. Angst kommt aus dem Herzen.
E. H.: Oh ja - das ist sehr interessant. Ich glaube, ich muss im Labor dein Herz untersuchen.
H. B.: Was meinst du damit - untersuchen?
E. H.: Na, untersuchen eben. Ich nehme es heraus und sehe es mir ganz genau an.
H. B.: Aber Herr, das würde mich töten!
E. H.: Ja, eure Sterblichkeit ist wirklich sehr lästig. Aber ich habe eure Art nicht geschaffen und kann auch nichts für eure übermäßige Schwäche.
Die Konversation erfolgte in menschlicher Sprache und wurde auch so notiert. Es ist keine Übersetzung erforderlich.