Wie in den meisten Weltgegenden hat auch auf Skellige die vorherrschende Religion ihre Wurzeln im prähistorischen Kult der Großen Mutter Natur. Auf dem Festland richtet sich dieser Glaube auf die Gestalt der Melitele - das Gegenstück auf Skellige ist Freya.
Wie Melitele wird auch Freya von drei Aspekten verkörpert: von der Jungfrau, der Mutter und der Alten. Der Mutter-Aspekt ist der häufigste Gegenstand der Darstellung, und auch die Bildhauer der größten Inselheiligtümer haben sich für diese Form entschieden. Dort steht Freya als schwangere Frau in loser Kleidung, das Gesicht teilweise unbedeckt, den Kopf gebeugt, die Hände über der Brust gefaltet. Sie trägt eine goldene Halskette mit einem großen Diamanten von hoher Reinheit (Brisingamen), der wie ein klarer Sommerhimmel strahlt.
Freyja Modron, Freya die Große Mutter, ist die Göttin der Fruchtbarkeit, Liebe, Schönheit und des Überflusses. Sie ist außerdem Patronin der Orakel, Wahrsager und Telepathen. Die Krieger beten zu ihr, bevor sie zur Beutejagd in See stechen, und die zurückbleibenden Frauen erflehen von ihr die sichere Rückkehr ihrer Männer. Nur Priesterinnen dienen der Göttin. Männer können Freya verehren, doch nur Frauen verrichten ihre Arbeit. Ähnlich wie die Geistlichen anderer Kulte haben Freyas Priesterinnen Vorbehalte gegenüber Magiern und Zauberinnen.
Das Zentrum der Anbetung Freyas ist ihr Tempel auf der Insel Hindarsfjall im heiligen Hain Hindar. Die Gläubigen legen Opfergaben in einem großen Steinbassin auf einem Altar vor der Statue der Göttin ab, die von Katzen- und Falkenfiguren umgeben ist - dies sind ihre heiligen Tiere. Außer diesem Tempel gibt es auf den Inseln noch zahlreiche kleinere Orte der Anbetung, wo der Göttin ebenfalls geopfert wird.