
Uma
Aus dem Journal
Zunächst hielt Geralt nicht viel von dem missgestalteten Zwerg, den er am Hof des Blutigen Barons vorfand. Als er jedoch erfuhr, dass ein ähnlich deformiertes Wesen in genau dem Boot in Skellige gestrandet war, in dem kurz zuvor Ciri und ihr mysteriöser Begleiter davongesegelt waren, stellte der Hexer den Zusammenhang her. Es war klar, dass der ungestalte Fleischberg der Schlüssel war, um Ciri zu finden.
Geralt erfuhr, dass Uma vor seiner Ankunft auf Krähenfels kurz Donar gehört hatte, dem Jarl von Hindarsfjall. Donar hatte Uma jedoch an einen Händler aus Novigrad verkauft, der fand, dass die seltsame kleine Kreatur einen vorzüglichen Narren abgeben würde. Dieser Händler hatte Uma dann offenbar beim Kartenspielen an den Blutigen Baron verloren.
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Wir atmeten alle auf, als wir erfuhren, dass der verdrehte Körper und der verwirrte Verstand Umas keine Laune der Natur, sondern auf einen Fluch zurückzuführen waren. Diesen musste man nur irgendwie brechen ...
Geralt wusste nicht genau, wer das deformierte Wesen war, das in Ciris Boot nach Skellige gesegelt war. Er zweifelte jedoch nicht daran, dass es irgendwie mit Ciris Schicksal verbunden war. Möglicherweise war es sogar der Schlüssel, um sie zu finden.
Wie es sich zeigte, hatte der kleine Mutant einige Zeit im Besitz von Donar verbracht, dem Jarl von Hindarsfjall. Dann hatte Donar ihn an einen Kaufmann aus Novigrad verhökert, der ihn für den idealen Narren hielt.
Dank Skjalls ausführlicher Beschreibung erkannte Geralt in der Kreatur auf der Burg des Barons den deformierten Zwerg, den Skjall auf Hindarsfjall gesehen hatte.
Leider war eine Kommunikation mit "Uma", wie man das Wesen unterdessen genannt hatte, nicht möglich. Er schien in seiner eigenen Welt zu leben. Doch Geralt wusste, dass Uma die einzige Möglichkeit war, Ciri zu finden. Obwohl keine zusammenhängenden Informationen über die deformierten Lippen des Wesens kamen, würden weitere Untersuchungen sicher eine Lösung dieses Rätsels ergeben.
Yennefer und Vesemir waren sich zwar einig, dass Uma mit einem mächtigen Fluch belegt war, doch ihre Vorstellungen, wie der Fluch zu brechen sei, unterschieden sich erheblich. Harte Worte gingen hin und her, dann kündigte Vesemir an, eine der traditionellen Hexermethoden anzuwenden, bevor Yennefer zur Tat schritt.
Die anderen konnten nur warten.
Mit Vesemirs Methode hatte zwar der berühmte Schwan von Poviss entzaubert werden können, aber hier zeigte sie keinen Erfolg. Vesemir konnte immerhin bestätigen, dass Umas Körper als eine Art magisches Gefängnis für ein anderes Wesen fungierte. Bei Yennefers Methode war die Überlebenschance für Uma zwar überschaubar, doch blieb keine andere Möglichkeit, um den Fluch von ihm zu nehmen.
Der Erfolg des Rituals übertraf die kühnsten Erwartungen. Die Person in Uma war niemand anders als Avallac'h, ein mächtiger Wissender der Elfen, dem der Hexer bereits begegnet war.
Leider war keinerlei Kommunikation mit Uma möglich. Die knorrige Kreatur lebte offenbar in ihrer eigenen Welt. Doch Geralt wusste, dass Uma die einzige Möglichkeit war, Ciri zu finden. Obwohl keine zusammenhängenden Informationen über die deformierten Lippen des Wesens kamen, würden weitere Untersuchungen sicher eine Lösung dieses Rätsels ergeben.