Rittersporn

Rittersporn

Dandelion

13 Quests ↓

Aus dem Journal

Ich darf davon ausgehen, dass der werte Leser zu weltgewandt ist, als dass die Vorstellung meiner bescheidenen Person sowie der Rolle, die ich in der folgenden Geschichte spiele, noch erforderlich wäre - daher werde ich sie aus reiner Gründlichkeit sowie für den Fall vornehmen, dass der Leser aus fernen Weltgegenden stammt, in die mein Ruf noch nicht vorgedrungen ist.

Jahrgang 1229, begnadeter Poet und Barde, Absolvent der Akademie zu Oxenfurt, etablierter Hofkünstler, unübertroffener Liebhaber, von Damen in aller Welt angebetet, zäher Verhandler, vorzüglicher Redner ... dies ist das Bild Rittersporns, das üblicherweise aus den Berichten jener erwächst, die ihn kennen.

Es ist natürlich geringfügig geschönt. Ich selbst sehe mich eher als demütigen Künstler und Diener der Muse, der beträchtliche Teile seines umfangreichen Werks der Tatsache schuldet, dass er ein enger Freund und unerschütterlicher Gefährte des Hexers Geralt war, ist und immer sein wird. Als gewissenhafter Chronist widme ich das vorliegende Werk Geralts Schicksal.

Als Geralt von meinem Verschwinden erfuhr, ließ er alles fallen, um herauszufinden, was mir zugestoßen war. Er argwöhnte zwar zunächst, dass die Ursache des Unbills in meinen zahlreichen turbulenten Herzensaffären lag, doch dann begriff er, dass ich angefangen hatte, Streifzüge in die Novigrader Unterwelt zu unternehmen, um einem ihrer Herren einen Schatz zu stehlen.

Weiterlesen (3 Absätze) – verrät, wie es in der Geschichte weitergeht

Es dauerte eine Weile, bis Geralt den Grund für mein Handeln begriff. Ich hatte bewiesen, dass ich für Cirilla auch davor nicht zurückschreckte, meinen Kopf in den Rachen des Löwen zu stecken, geschweige denn mir den Zorn von gewöhnlichem Abschaum wie Cyprian Wily zuzuziehen, besser und aus gutem Grund als Hurensohn bekannt.

Nur Verrückte nennen es Mut, gegen eine überwältigende Übermacht zu kämpfen. Ich bin zwar für meinen so kapriziösen wie unberechenbaren Charme bekannt, doch gelte ich nicht als verrückt, und so verteidigte ich zwar die Flucht meines Gefährten bis zum Äußersten, ließ mich aber dann doch von der Tempelwache gefangennehmen und sah meiner Exekution entgegen.

Am Sprichwort "Wahre Freunde zeigen sich, wenn Fortuna ihr Gesicht verhüllt" ist etwas dran. Meine lieben Kameraden bewiesen dies, als sie mich aus meinem Gefangenentransport befreiten und mich vor dem so sicheren wie schmerzhaften Tod bewahrten.

Quests 13

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