Zu stur zum Sterben, Teil 2

Buch · 198 Wörter · Too Stubborn to Die, part 2

Als sie ihn schließlich ins Zelt des Medicus brachten, hielt ich ihn bereits für eine Leiche. Es gab keine einzige Stelle an seinem Körper, die nicht blutüberströmt war. Sein rechter Arm hing nur noch an einem Hautfetzen. Ihm fehlte ein Auge. Ich bezahlte einen Priester, damit er Dietrich die letzte Ölung gab – doch als sich der Geistliche über meinen sterbenden Freund beugte, stellte sich heraus, dass er gar nicht im Sterben liegt. Im Glauben, er befände sich noch auf dem Schlachtfeld, und in der Annahme, der Priester sei ein Leichenräuber, packte Dietrich ihn mit seinem einzigen verbliebenen Arm, zog den armen Mann zu sich heran und versetzte ihm eine Kopfnuss!

Ich sage es ja, was für ein zäher Bastard. Er überlebte nicht nur Wunden, die die meisten getötet hätten, er war sogar noch bereit weiterzukämpfen. Dietrich überlebte jenen Tag – zwar verlor er seinen Arm, aber das hielt ihn nicht davon ab, immer und immer wieder zu kämpfen. Ein einäugiger, einarmiger Krieger … ich würde es nicht glauben, wenn er nicht mein eigener Freund wäre. Er ist, soweit ich weiß, immer noch am Leben. Ein lebender Beweis dafür, dass manche Mistkerle einfach zu stur zum Sterben sind.

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