Auf meinen Reisen durch Transsilvanien wurde mir die Suche nach meiner Schwester durch ein recht schwerwiegendes Hindernis verstellt: Aus keinem der Einheimischen konnte ich auch nur eine Information herausbekommen, die mir irgendwie weitergeholfen hätte. Stattdessen flüsterten sie das Wort „deochi“, sobald sie mich ansahen, und verstummten danach vollständig. Zunächst hatte ich nicht die leiseste Ahnung, was das zu bedeuten hatte. In einer Taverne konnte mir schließlich jedoch ein deutscher Händler erklären, worin das Problem lag: in meinen eigenen Augen. Oder präziser, in ihrer leicht violetten Farbe.
Zugegeben, meine außergewöhnlichen Augen hatten mir schon in der Vergangenheit ab und an ungewollte Aufmerksamkeit verschafft und mich zum Sonderling gemacht. Aber dies war das erste Mal, dass ich Opfer des Aberglaubens wurde, manche Menschen hätten den „Blick der Verdammnis“ – „deochi“, wie er in der Sprache der Transsilvanier heißt.
Zugegeben, meine außergewöhnlichen Augen hatten mir schon in der Vergangenheit ab und an ungewollte Aufmerksamkeit verschafft und mich zum Sonderling gemacht. Aber dies war das erste Mal, dass ich Opfer des Aberglaubens wurde, manche Menschen hätten den „Blick der Verdammnis“ – „deochi“, wie er in der Sprache der Transsilvanier heißt.