Ein sehr alter Brief

Buch · 170 Wörter · A Very Old Letter

Mein lieber Vetter

ich hoffe, dass dir dein neuer Gutshof gute Dienste leistet. Der Fürst wollte ihn einem seiner Lakaien überlassen, doch ich konnte ihn davon überzeugen, dass es Gottes Wille sei, dass du ihn erhältst. Valerian hat nicht gelogen, als er sagte, Tiberiu besitze kein wirkliches Rückgrat. Oh, wie tief die Boarescus seit Dacians Tod gefallen sind …

Es freut mich, dir mitteilen zu können, dass mir der Bischofssitz außerordentlich zusagt. Svartrau ist eine prachtvolle Stadt und ich genieße meinen Aufenthalt hier in der Tat. Essen, Gewänder, sogar Frauen … wahrlich, nichts liegt nun außerhalb meiner Reichweite. Natürlich gehört auch harte Arbeit dazu. Derzeit konzentriere ich mich auf den Wiederaufbau der Kathedrale. Wir werden ein Armenhaus anbauen! Ja, es soll bekannt sein, dass die Armen und Kranken einen Platz in meinem Herzen haben – solange sie mir aus den Augen bleiben.

Die Zukunft sieht wahrlich rosig aus. Sei dir sicher: Der Gutshof ist erst der Anfang, mein lieber Vetter.

Mögest du gesund bleiben.

In Verbundenheit
Athanasius, Bischof des Sangora-Tals

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