Die Schlacht bei Crécy

Buch · 266 Wörter · The Battle of Crécy

Wie von Jean Froissart festgehalten fand die unerbittliche und grauenvolle Schlacht bei Crécy an einem Samstag, dem sechsundzwanzigsten Tag im August im Jahr des Herren 1346 statt. Es war im neunten Jahr des blutigen Krieges um den französischen Thron, der zwischen König Philipp von Frankreich und König Eduard von England geführt wurde.

Die englischen Truppen waren mit ihren fünfzehntausend Männern denen der Franzosen zahlenmäßig weit unterlegen – Philipp führte doppelt so viele Männer an. Eduard positionierte seine Armee auf einer Anhöhe und hatte mehr Zeit, sich vorzubereiten. Es schien, dass Gott ihm zu Hilfe kam. Zu Beginn der Schlacht schlugen englische Bogenschützen fünfzehnhundert genuesische Armbrustschützen nieder, deren Waffensehnen vom starken Regen geschwächt worden waren. König Philipp war blind vor Wut und sandte bald seine Kavallerie, um die Verluste auszugleichen. Diejenigen der Genuesen, die nicht von englischen Pfeilen getötet wurden, fielen den anstürmenden französischen Rittern zum Opfer.

Die Schlacht war ein wahres Blutbad, da die Engländer – entgegen der Tradition – keine Gefangenen nahmen. Den Franzosen war es nicht möglich, Eduards Verteidigungslinie zu durchbrechen, so hatten sie letztendlich keine andere Wahl, als sich zu ergeben. Sie hatten mehrere Tausend Männer verloren, wohingegen nur ein paar Hundert Engländer getötet wurden. Der verletzte König Philipp floh nach La Broye und wurde von lediglich fünf seiner Freiherren begleitet. Auf die Frage des Burggrafen von Broye, wer zu so später Stunde zu ihm käme, antwortete Philipp: „Der bedauernswerte König von Frankreich.“

Und so fand die Schlacht bei Crécy ihr Ende. Der blutige Krieg zwischen England und Frankreich tobt jedoch bis zum heutigen Tag weiter und es ist kein Ende in Sicht.

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