Im Dorf Drasten lebte einst Lora, die Tochter des Ältesten. Die Leute behaupteten, sie sei eine Hexe, denn die Milch gerann beim Vorübergehen, und Katzen flohen vor ihrem Schatten. Doch ihr Vater, geblendet von Liebe, verbot jedem, ihr etwas anzutun.
Eines Frühlings, um ihre Güte und ihren Mut zu beweisen, wagte sich Lora in den tiefsten Sumpf. Sie wollte Kräuter für ein krankes Kind sammeln. Lora kehrte zurück mit den Blättern, doch auch mit einer blutenden Wunde am Bein. In fiebrigen Anfällen sprach sie von einer Bestie, der sie nur knapp entkommen war …
Die Wunde verfärbte sich bald schwarz und noch vor Ende der Woche war Lora tot.
Doch in der dritten Nacht erhob sie sich aus ihrem Grab, entstellt und nach Blut dürstend. Zuerst tötete sie ihren Vater, dann all jene, die sich hinter ihm duckten, ehe man sie schließlich niederschlug und ihre Überreste verbrannte. Traue niemals einer Hexe, gleich wie groß ihre scheinbare Barmherzigkeit sei. Denn Güte gegenüber dem Gezeichneten bringt nur Verderben.
Eines Frühlings, um ihre Güte und ihren Mut zu beweisen, wagte sich Lora in den tiefsten Sumpf. Sie wollte Kräuter für ein krankes Kind sammeln. Lora kehrte zurück mit den Blättern, doch auch mit einer blutenden Wunde am Bein. In fiebrigen Anfällen sprach sie von einer Bestie, der sie nur knapp entkommen war …
Die Wunde verfärbte sich bald schwarz und noch vor Ende der Woche war Lora tot.
Doch in der dritten Nacht erhob sie sich aus ihrem Grab, entstellt und nach Blut dürstend. Zuerst tötete sie ihren Vater, dann all jene, die sich hinter ihm duckten, ehe man sie schließlich niederschlug und ihre Überreste verbrannte. Traue niemals einer Hexe, gleich wie groß ihre scheinbare Barmherzigkeit sei. Denn Güte gegenüber dem Gezeichneten bringt nur Verderben.