Der Bauch des Soldaten, Teil 2

Buch · 130 Wörter · A Soldier’s Belly, part 2

Die Spartaner hatten in der Kriegskunst bekanntermaßen auf jedes Problem eine Antwort, so auch auf die Frage einer geeigneten Feldmahlzeit für Krieger. Sie nannten sie „mélas zomós“, die schwarze Suppe. Aufschlussreicher ist allerdings ihr zweiter Name, „haimatía“. Der Name dieser „Blutsuppe“ ist dabei wörtlich zu nehmen, bestand sie doch aus gekochtem Schwein, Blut und Salz. Die Spartaner, die sie auf ihren Feldzügen aßen, beschrieben sie als äußerst nahrhaft. Doch sie ist nicht die einzige überlieferte Kriegermahlzeit aus alter Zeit. Die Soldaten der Griechen auf dem Feldzug gegen Troja aßen „itrion“, eine Art Kuchen aus Honig und Sesam. Was ich sagen möchte: In der langen, blutigen Geschichte des Kämpfens haben gute Krieger schon immer Sorge dafür getragen, nicht hungrig kämpfen zu müssen – mitunter sogar mit einem Imbiss während des Kampfes.

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