Tief unter den Hügeln, jenseits eines bröckelnden Torbogens, ruht eine uralte Ruine, älter als unsere Städte, älter als unsere Bücher. Wer es wagt, einzutreten, muss Tausend steinerne Stufen hinabsteigen, während das Licht der Fackel zittert und erlischt, bis nur noch eine klägliche Glut zurückbleibt.
Am Grund, so erzählt man, liegt eine Wunde in der Welt. Alles Leben tropft daraus, unaufhörlich und leise.
Ein Mann, besessen von verbotenen Geheimnissen, ausgemergelt von unzähligen Nächten ohne Schlaf, sehnte sich danach, zu sehen, was dahinter liegt. Doch das Alter hatte ihn gebrechlich gemacht. Daher sandte er seinen jungen Sohn hinab. Ein Kind, so dachte er, habe noch Kraft und Leben zu geben.
Der Knabe verschwand in der Ruine. Als er zurückkehrte, schwieg er. Der Vater eilte ihm entgegen, froh, ihn lebend zu sehen und das Wissen in Händen zu halten, nach dem er so lange gesehnt hatte. Doch kein Wort kam von den Lippen des Kindes. Es blickte auf zu seinem Vater, die Augen tief und dunkel wie zwei bodenlose Abgründe, und hielt ihn in seinem Blick gefangen.
Man sagt, dass der Knabe noch immer durch die Hügel streift, in Häuser schleicht und seine kleinen, kalten Hände auf warme Brustkörbe legt. Wer überlebt, erwacht bleich und zitternd, das Herz leer. Kein Gebet vermag diese Leere zu füllen.
Am Grund, so erzählt man, liegt eine Wunde in der Welt. Alles Leben tropft daraus, unaufhörlich und leise.
Ein Mann, besessen von verbotenen Geheimnissen, ausgemergelt von unzähligen Nächten ohne Schlaf, sehnte sich danach, zu sehen, was dahinter liegt. Doch das Alter hatte ihn gebrechlich gemacht. Daher sandte er seinen jungen Sohn hinab. Ein Kind, so dachte er, habe noch Kraft und Leben zu geben.
Der Knabe verschwand in der Ruine. Als er zurückkehrte, schwieg er. Der Vater eilte ihm entgegen, froh, ihn lebend zu sehen und das Wissen in Händen zu halten, nach dem er so lange gesehnt hatte. Doch kein Wort kam von den Lippen des Kindes. Es blickte auf zu seinem Vater, die Augen tief und dunkel wie zwei bodenlose Abgründe, und hielt ihn in seinem Blick gefangen.
Man sagt, dass der Knabe noch immer durch die Hügel streift, in Häuser schleicht und seine kleinen, kalten Hände auf warme Brustkörbe legt. Wer überlebt, erwacht bleich und zitternd, das Herz leer. Kein Gebet vermag diese Leere zu füllen.