Tagebuch eines Einsiedlers

Buch · 153 Wörter · Hermit’s Journal

(…)

Vor ein paar Tagen kamen Leute vorbei. Soldaten. Zuerst war ich überrascht, sogar erfreut. Wie lange schon habe ich keine Gäste mehr gehabt. Aber meine Laune verfinsterte sich schon bald.

Die Soldaten behaupteten, sie dienten dem neuen Fürsten, Brencis. Ich halte mich ja aus weltlichen Dingen heraus, aber sogar ich habe schon von diesen „Vrakhiri“ gehört. Echte Monster, heißt es. Also … keine Menschen. Ich weiß nicht, ob ich das alles glauben kann. Auch Skender war ein Monster, aber er hat gegessen, gefickt und geschissen wie jeder andere.

Wie auch immer. Die Soldaten meinten, ich müsste weg. Meine Hütte verlassen und mir einen anderen Ort suchen, weil sie „in der Nähe ein Lager errichtet haben und die Umgebung absichern“ müssten. Was weiß ich, welche Umgebung die genau meinen, aber anscheinend ist ihnen meine kleine Hütte im Weg.

Egal. Ich scheiße auf sie. Ich lebe hier schon seit Jahren, also bleibe ich hier.

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