Stroh und Lehm waren leicht genug zu formen, doch Fleischsehnen und Gebein zu ersetzen, erwies sich als weit mühsamer. Bisher war mein größter Erfolg die Wiedererweckung eines jungen Diebes, der nur einen Tag zuvor am Galgen geendet hatte, und dessen Leib noch starr war vom Tode. In sein Herz zog ich die Anima eines flatternden Vogels. Um seine Glieder zu stärken, opferte ich einen kleinen Hasen. Zu meinem Erstaunen wandelte er, obgleich steif, drei Tage lang, ehe er in einem Krampf verging. Gleichwohl ein weit besseres Ergebnis denn bei dem alten Gerippe, das ich vor einer Woche aus der Erde holte.
Daraus entnehme ich zwei Lehren:
Erstens: Je frischer der Leichnam, desto wahrscheinlicher greifen meine Inschriften.
Zweitens: Seltsamerweise ist es leichter, das Unbelebte, wie eine Strohpuppe, zum Leben zu erwecken, als einem menschlichen Kadaver Bewegung zu entlocken. Vielleicht klammert sich der Körper noch an die Seele, die einst darin wohnte, und stößt daher einen fremden Geist von sich?
Dies bringt mich zu weiterer Überlegung: Könnte die kräftigste Art der Auferstehung darin liegen, eine Seele im selben Augenblick des Todes an ihr eigenes Fleisch zu binden? Ein seltsamer Gedanke … Doch wozu einen Mann töten, nur um ihn gleich darauf wieder zu erwecken?
Ich sollte keinen Gedanken daran verschwenden. Als Nächstes werde ich an Tieren meine Versuche fortsetzen. Danach vielleicht an einem Bettler, dessen Dahinscheiden niemanden kümmert.
Zuletzt dünkt mich, dass ich nunmehr genug Wissen gesammelt habe, ein ordentliches Traktat zu verfassen, statt dieser zerstreuten Aufzeichnungen, die ich zu oft verlege.
Daraus entnehme ich zwei Lehren:
Erstens: Je frischer der Leichnam, desto wahrscheinlicher greifen meine Inschriften.
Zweitens: Seltsamerweise ist es leichter, das Unbelebte, wie eine Strohpuppe, zum Leben zu erwecken, als einem menschlichen Kadaver Bewegung zu entlocken. Vielleicht klammert sich der Körper noch an die Seele, die einst darin wohnte, und stößt daher einen fremden Geist von sich?
Dies bringt mich zu weiterer Überlegung: Könnte die kräftigste Art der Auferstehung darin liegen, eine Seele im selben Augenblick des Todes an ihr eigenes Fleisch zu binden? Ein seltsamer Gedanke … Doch wozu einen Mann töten, nur um ihn gleich darauf wieder zu erwecken?
Ich sollte keinen Gedanken daran verschwenden. Als Nächstes werde ich an Tieren meine Versuche fortsetzen. Danach vielleicht an einem Bettler, dessen Dahinscheiden niemanden kümmert.
Zuletzt dünkt mich, dass ich nunmehr genug Wissen gesammelt habe, ein ordentliches Traktat zu verfassen, statt dieser zerstreuten Aufzeichnungen, die ich zu oft verlege.