Jute ist der neue Nadelstreif
Burlap is the New Stripe
Hauptquest
Toussaint empfohlen ab Stufe 49 Blood and Wine
Auf der Weltkarte
Aus dem Journal
Bei ihrer letzten Begegnung mit dem Biest von Beauclair starb Sylvia Anna, die Schwester Ihrer allergnädigsten Herzogin Anna Henrietta, einen tragischen Tod. Die Herzogin war verständlicherweise erschüttert, denn sie hatte ihre lange vermisste Schwester erst kurz zuvor wiedergefunden. Ebenso verständlich war ihre Wut auf Geralt, den Hexer, den sie umgehend ins Verlies sperren ließ. Dort wartete er niedergeschlagen auf sein Urteil, wobei er auf das Schlimmste gefasst war.
Obgleich sie dafür bekannt ist, ein gutes Herz zu haben, besitzt Anarietta gleichfalls ein höchst ungestümes Gemüt. So kann bei ihr schon die geringste Missetat eine fürchterliche Bestrafung nach sich ziehen, insbesondere wenn sie darin einen persönlichen Angriff sieht. Glaubt mir, ich weiß, wovon ich rede.
Wer weiß, was aus dem Hexer geworden wäre, hätte unser gemeinsamer Freund Regis nicht so geistesgegenwärtig gehandelt. Er tat das unter diesen Umständen einzig Richtige und sandte mich zu Ihrer Hoheit.
Unverzüglich und ohne das leiseste Zögern - obgleich mir bewusst war, dass auch mein Leben in Gefahr sein konnte - stieg ich auf mein Ross und ritt auf schnellstem Wege nach Toussaint. Glücklicherweise konnte ich Anarietta - also Ihre allergnädigste Hoheit - überreden, Geralts Leben zu verschonen und ihn wieder freizulassen.
Der Hexer, gerettet durch meine Bemühungen, war nun wieder mit Regis vereint. Der Vampir nahm ihn am Kerkereingang in Empfang, nur um ihn geradewegs in das nächste Unheil zu stürzen. Denn Regis ließ ein gewisser Gedanke nicht mehr los. Er war davon überzeugt, dass Syanna fünf Morde geplant hatte. Er quälte sich und wollte unbedingt wissen, wer das fünfte Opfer sein sollte. Und so schlug er Geralt vor, dieser Frage gemeinsam auf den Grund zu gehen.
Zunächst suchten sie den Schuhputzer auf. Der Junge führte sie zu einem Armenhaus, wo sie erfuhren, dass Syanna tatsächlich fünf Morde geplant hatte. Sie hatte Rache an jenen üben wollen, die sie vom Hof und aus dem Herzogspalast verbannt hatten. Das letzte Opfer sollte ihre eigene Schwester sein, Herzogin Anna Henrietta.
Nur wenige kennen sich mit der menschliche Seele und ihrer Vielschichtigkeit so gut aus, wie Dichter es tun. Daher war ich nicht verwundert, dass der Hexer der Herzogin Anna Henrietta von seinen gewonnenen Erkenntnissen berichtete. Getrieben von seinem Pflichtgefühl verriet er, dass Syanna, Anna Henriettas Schwester, die jüngst auf wundersame Weise zu ihr zurückgekehrt und dann urplötzlich und unauffindbar verschwunden war, ihren Tod geplant hatte. Geralt wollte die Sache einfach zum Abschluss bringen. Er besitzt ihn nicht, diesen sechsten Sinn, der es ihm gestattet hätte, die Reaktion der Herzogin vorherzusehen. Doch glücklicherweise war ich - erneut - zur Stelle, um den Wutausbruch der Herzogin zu mildern, der gut und gerne das Ende des Hexers hätte bedeuten können.
Daraufhin begaben sich Geralt und Regis zur Krypta des Vampirs auf dem bezaubernden Friedhof Mère-Lachaiselongue. Dort gönnten sie sich eine wohlverdiente Pause und kosteten von Regis' exquisitem - so versicherten mir beide - Alraunenschnaps.