
Emiel Regis Rohellec Terzieff-Godefroy
Blood and Wine
Aus dem Journal
Geralt verfolgte Ritter Miltons Mörder mit wilder Entschlossenheit. Diese Jagd endete damit, dass Geralt einem sehr gefährlichen Feind gegenüberstand: Der Mörder führte Geralt zu einem alten Lagerhaus, wo er ihn in einen Falle lockte. Ein bitterer Kampf entbrannte, bei dem Geralt im entscheidenden Moment von Regis gerettet wurde, einem höheren Vampir und einem alten Freund. Hier sollte ich erklären, dass Regis vor Jahren zu Geralts Mitreisenden zählte - ich gehörte ebenfalls dazu - und mit uns gemeinsam aufbrach und nach Ciri suchte. Gemeinsam bestanden wir viele faszinierende Abenteuer und Regis erwies sich als loyaler Freund, dem man sein Leben anvertrauen kann. Traurigerweise endete diese Expedition für Regis auf tragische Weise. Er wurde von Vilgefortz getötet und von ihm blieb nur noch ein nasser Fleck übrig.
Deshalb war der Hexer äußerst erstaunt, seinen alten Freund wiederzusehen - schließlich war Regis damals vor seinen Augen gestorben. Aber schließlich war dies nicht Regis' "letzter" Tod und auch nicht sein erster gewesen. Als junger Mann war Regis ein Freigeist gewesen und hatte dem zügellosen Bluttrinken gefrönt. Sein Lebensstil führte dazu, dass er von verärgerten Dorfbewohnern abgeschlachtet wurde. Er brauchte fünfzig Jahre, um sich davon zu erholen - was für einen Unsterblichen jedoch so gut wie keine Zeit ist. Als er sich vollständig erholt hatte, hörte er für immer mit dem Bluttrinken auf.
Jahrelang hatten wir gedacht, er wäre für immer von uns gegangen. Doch nun stand er im Lagerhaus am Hafen vor Geralt.
Regis erklärte, dass er sich wieder erholt hätte und nach Toussaint gekommen war, um Dettlaff, einen Freund, zu suchen.
Das waren die dramatischen Umstände, die Regis und Geralt in Beauclair erneut zusammenführten. Sie konnten ihr Wiedersehen jedoch nicht lange genießen, denn sie hörten, wie sich weitere Personen näherten. Da Regis ein Zusammentreffen mit aufgebrachten Menschen vermeiden wollte, verabredeten sie sich zu einem Treffen auf dem Friedhof, wo sich Regis vorübergehend häuslich niedergelassen hatte.
Geralt suchte den Mère-Lachaiselongue-Friedhof und die Krypta auf, in der Regis nicht nur wohnte, sondern die er auch in eine gut ausgestattete Alchemistenwerkstatt umgewandelt hatte. Sie begannen, sich zu beratschlagen. Regis war der Ansicht, dass sein Freund in großen Schwierigkeiten steckte. Als sie merkten, dass sie ähnliche Ziele verfolgten, wollten sie sich zusammentun und gemeinsam den Vampir Dettlaff ausfindig machen, der sich im Herzogtum inzwischen als das Biest von Beauclair einen Namen gemacht hatte.
Geralt erfuhr auch, wie Regis wieder in die Welt der Lebenden zurückgefunden hatte. Niemand anders als Dettlaff, den sie suchten, hatte ihm dabei geholfen. Vor diesem Hintergrund bestand Regis auf eine friedliche Lösung für das "Dettlaff-Problem".
Geralt und Regis waren beide der Meinung, dass sie Hilfe benötigten, um Dettlaff zu finden, und ihnen der Trank der Resonanz dabei behilflich sein würde. Um ihn zu brauen, benötigte Regis Körpergewebe des zu verfolgenden Objekts. Glücklicherweise hatte Geralt zuvor eine abgetrennte Hand gefunden, die dem Mörder gehörte. Als weitere Zutat wurde für das Brauen des Trankes der Resonanz der Speichel oder die Speicheldrüsen eines Fleckenwichts benötigt. Regis informierte den Hexer, dass sich eine solche Kreatur in der Gegend aufhielt und schickte ihn los, um sie zu jagen.
Nach Geralts Begegnung mit dem Wicht hatte er alle Zutaten beisammen, damit Regis den Resonanztrank brauen konnte. Als er mit den Zutaten zu Regis kam erfuhr er jedoch, dass noch eine Sache fehlte: das Blut eines höheren Vampirs. Geralt dachte nicht, dass dies ein Problem sein könnte, bis Regis ihm erklärte, dass nur das Blut eines vor Verlangen rasenden Vampirs helfen würde. Aus diesem Grund musste in Regis jenes unglaubliche vampirische Laster des Blutdursts geweckt werden, dem er jedoch bereits seit Jahren abgeschworen hatte.
Regis brachte Geralt nach Tesham Mutna. Dieser düstere Ort wurde vor langer Zeit von den Vampiren benutzt, um Menschen wie Vieh zu züchten und zu halten. Später erzählte Geralt, dass selbst die Luft an diesem Ort nach Schmerz und Angst geschmeckt hätte. Da Regis nicht wusste, wie er auf das bevorstehende Martyrium reagieren würde, ließ er sich von Geralt in einem Hängekäfig sperren, von wo aus er das Blutbad beobachten konnte.
Geralt hatte einen Köder ausgelegt, um Monster anzulocken, und richtete ein riesiges Blutbad an. In Tesham Mutna floss wieder Blut und Regis wurde vor Verlangen schier verrückt. Am Ende hielten die beiden Freunde das Blut eines höheren Vampirs in den Händen, der sich im Zustand wilder Raserei befand.
Geralt nahm den von Regis zubereiteten Resonanz-Trank zu sich und konnte so Ausschnitte aus dem Tag sehen, an dem Dettlaff seinen letzten Mord begangen hatte. Die Spur führte die Freunde zu einem verschlossenen Spielzeugladen, in dem Dettlaff Unterschlupf gefunden hatte.
Leider trafen unseren Helden Dettlaff dort nicht an. Doch sie mussten auch nicht mit leeren Händen wieder gehen. Nachdem sie den Laden durchsucht hatten, fand Geralt einen Brief, aus dem ersichtlich wurde, dass Dettlaff erpresst wurde. Die Erpresser hatten seine Liebste Rhenawedd entführt und drohten nun, sie zu foltern, wenn er nicht tat, was sie ihm sagten. Deshalb tötete Dettlaff die von ihnen genannten Ziele. Nach einer kurzen Beratung trennten sich Geralt und Regis. Regis wollte auf Dettlaff warten, während Geralt zu Anna Henrietta ging, um ihr vom Fortschritt der Nachforschungen zu berichten.
Bei der Verfolgung der Erpresser fanden sich Geralt und Anna Henrietta in einem privaten Anwesen wieder, in dem Treffen der Mandragora stattfanden - einem exklusiven Kreis der Boheme von Toussaint. Die Besitzerin des Anwesens war eine Frau namens Orianna. Zum großen Missfallen des Hexers gesellten sich später am Abend Regis dazu - in Begleitung von ... Dettlaff. In der darauffolgenden Unterhaltung erfuhr Geralt, dass Regis und Orianna alte Freunde waren.
Das gesamte Gespräch hatte etwas Surreales, da die Herzogin nicht wusste, dass sie mit dem gefürchteten Biest höchstpersönlich Konversation betrieb. Die wichtigste Erkenntnis war, dass die Erpresser Dettlaffs Liebste an einem Ort namens Dun Tynne gefangen hielten. Geralt nahm Regis beiseite und sie beratschlagten sich kurz. Geralt war dagegen, diese Information mit Dettlaff zu teilen. Seiner Meinung nach könnte dies zu ernsthaften Problemen führen. Ich muss sagen, dass ich mit dem Hexer einer Meinung bin. Wenn ein höherer Vampir die Kontrolle über sich selbst verliert, gibt es immer Ärger. Blutigen Ärger.
Geralt ging alleine nach Dun Tynne und ließ Regis zurück, damit dieser auf Dettlaff aufpassen konnte. Zumindest war dies der Plan, doch das Leben macht den Plänen der Menschen gerne einen Strich durch die Rechnung. Die Vampire beobachteten mithilfe ihrer geflügelten Freunde Geralts Fortschritte und wussten unverzüglich, dass er in ernsthafte Schwierigkeiten geraten war. Sie reagierten sofort. Schon bald war Dun Tynne von Blut durchtränkt.
Regis verhalf Geralt zu einer Audienz bei einem geheimnisvollen Vampir, der als Unsichtbarer bekannt war. Dank der Hilfe des Unsichtbaren fanden Geralt und Regis den Ort, an dem sich Dettlaff versteckt hielt. Nun überschlugen sich die Ereignisse. Dettlaff wurde wütend und ein Kampf entbrannte. Es gelang Geralt, ihn in einem blutigen Kampf zu besiegen, aber ein höherer Vampir kann nur von seinesgleichen wirklich getötet werden. Dies war vielleicht die schwerste Entscheidung, die Regis in seinem Leben treffen musste. Er tötete seinen Freund, da er wusste, dass Dettlaffs Unvermögen, sich an diese Welt anzupassen, eine Bürde war, die er nicht länger ertragen konnte.
Regis half Geralt, einen Weg ins Land der Tausend Märchen zu finden. Dort stieß Geralt auf Syanna und brachte sie zu einem Treffen mit Dettlaff. Wie Regis befürchtet hatte, konnte sein Freund seinen Zorn nicht kontrollieren und tötete seine frühere Liebe. Anschließend sagte er, dass er Geralt und Regis nichts nachtragen würde und nun gehen wolle. Der Hexer ließ ihn von dannen ziehen. Regis beschloss, seinen Freund zu begleiten und folgte ihm, da er ihm gerne helfen wollte, sein seelisches Gleichgewicht wiederzufinden.
Regis half Geralt, einen Weg ins Land der Tausend Märchen zu finden. Dort stieß Geralt auf Syanna und brachte sie zu einem Treffen mit Dettlaff. Wie Regis befürchtet hatte, konnte sein Freund seinen Zorn nicht kontrollieren und wollte seine frühere Liebe töten. Doch unmittelbar, bevor sein Schlag sie treffen konnte, verschwand Syanna mithilfe des Zauberbands, das sie im Land der Tausend Märchen gefunden hatte, an einen sicheren Ort. Dettlaff ließ seinen Zorn daraufhin an Geralt und Regis aus. Es kam zum Kampf. Es gelang Geralt, Dettlaff in einer blutigen Auseinandersetzung zu besiegen, doch ein höherer Vampir kann nur von seinesgleichen wirklich getötet werden. Dies war vielleicht die schwerste Entscheidung, die Regis in seinem Leben treffen musste. Er tötete seinen Freund, da er der wusste, dass Dettlaffs Unvermögen, sich an diese Welt anzupassen, eine Bürde war, die er nicht länger ertragen konnte.
Regis half Geralt, einen Weg ins Land der Tausend Märchen zu finden. Dort stieß Geralt auf Syanna und brachte sie zu einem Treffen mit Dettlaff. Während des Treffens konnte jedoch Dettlaff seinen Zorn nicht länger kontrollieren und tötete seine frühere Liebe. Anschließend sagte er, dass er Geralt und Regis nichts nachtragen würde und gehen wolle, was Geralt aber nicht zuließ. Es kam zum Kampf. Es gelang Geralt, Dettlaff in einer blutigen Auseinandersetzung zu besiegen, doch ein höherer Vampir kann nur von seinesgleichen wirklich getötet werden. Dies war vielleicht die schwerste Entscheidung, die Regis in seinem Leben treffen musste. Er tötete seinen Freund, da er der wusste, dass Dettlaffs Unvermögen, sich an diese Welt anzupassen, eine Bürde war, die er nicht länger ertragen konnte.