Ein tödlicher Plan
A Deadly Plot
Nebenquest
Novigrad empfohlen ab Stufe 14
Auf der Weltkarte
Aus dem Journal
Geralt mied die Politik zwar wie die Pest, aber manchmal verfing er sich doch in ihren Fäden - so auch, als Roche und Dijkstra ihn baten, einen ihrer Mitverschwörer zu suchen, der verschwunden war, als er sich inkognito unter den Nilfgaardern aufgehalten hatte.
Es stellte sich heraus, dass dieser Mitverschwörer niemand anders als Thaler war - Geralts alter Bekannter aus Wyzima, ein fähiger Mann, dessen farbenfrohes Vokabular sogar Seeleute erröten ließ. Er war als Schuster verkleidet unterwegs gewesen, als Trolle ihn geschnappt und von ihm verlangt hatten, ihnen anständige Schuhe anzufertigen, wie sie die Menschen hatten. Thaler bekam die Gefangenschaft bei den Trollen nicht übermäßig, und so war er froh, Geralt zu sehen, welcher kurzen Prozess mit den langen Kerlen machte. Der Hexer hatte zwar gehofft, von Thaler mehr über den mysteriösen Plan des Mordes an König Radovid zu erfahren, doch der Scheinschuster schwieg eisern.
Als Geralt Dijkstra unter den flüchtigen Magiern fand und beobachtete, wie Dijkstra Fluchthilfe leistete, beschlich ihn das Gefühl, dass der ehemalige Spion einen Gefallen von ihm fordern würde. Tatsächlich - sowie die Magier Segel gesetzt und Kurs auf Kovirs gastfreundliche Gestade genommen hatten - enthüllte Dijkstra dem Hexer, dass er ein Komplott zur Ermordung Radovids ins Werk gesetzt hatte. Er forderte Geralt zu einem alsbaldigen Treffen in der Passiflora auf.
Dijkstra kann recht überzeugend sein, aber diesmal war Geralts Widerwille gegen politische Angelegenheiten stärker als seine Neugier und sein Geldbedarf. Außerdem ist es eine Sache, für Dijkstra einen Auftrag zu erledigen, und eine ganz andere, sich an einem Staatsstreich zu beteiligen. Geralt beschloss, auf Abstand zu bleiben und damit vielleicht auch seinen Kopf zu retten ...
Als Geralt erfuhr, dass Dijkstra und Roche den vermissten Spion suchen wollten, erklärte er sich bereit, zu helfen - Vermisste sind immerhin Vermisste und haben Hilfe verdient, seien es Soldaten, Schneider oder Suppenköche. Doch nach genauerem Abwägen kam er zu dem Schluss, dass er sich nicht in die hohe Politik einmischen und erst recht nicht an einem Meuchelmord beteiligen sollte - denn darauf würde es hinauslaufen, wenn er den Spion fand. So verwarf er den Auftrag. Roche und Dijkstra erwähnten die unselige Angelegenheit nie wieder.