
Cerys an Craite
Aus dem Journal
In Skellige hatte Geralt endlich die Gelegenheit, Cerys an Craite kennenzulernen, das jüngere von Crachs Kindern. Von ihren engen Freunden Sperber genannt, war sie ebenso stark, zäh und auch gewandt, wie es dieser Name vermuten ließ. Cerys war eine Inselbewohnerin durch und durch und das Ebenbild ihres Vaters, denn sie hatte nicht nur seinen Mut und seine Entschlossenheit, sondern auch seine Sturheit geerbt. Furchtlos und zielstrebig wollte sie bei jeder Gelegenheit zeigen, dass es nichts gab, was sie nicht besser als jeder andere auf den Inseln bewerkstelligen konnte - einschließlich und insbesonders ihres älteren Bruders Hjalmar.
Obgleich Cerys Entschluss, den Thron von Skellige für sich zu beanspruchen, alle anderen überraschte, hatte sie über diesen Schritt doch lange nachgedacht. Stets bemüht, ihren Bruder in den Schatten zu stellen, wollte sie eine große Tat vollbringen, die ihr breite Anerkennung und großen Respekt einbringen sollte. Zu diesem Zweck segelte sie nach Spikeroog, um Jarl Udalryk von seiner seltsamen Krankheit zu heilen, die ihn in ihrem Bann hielt.
Cerys tat, wozu sie aufgebrochen war. Mit der Hilfe des Hexers befreite sie den Anführer des Clan Brokvar von dem Geist, der ihn viele Jahre gequält hatte.
Cerys akzeptierte ihre Niederlage gegen ihren Bruder Hjalmar im Rennen um die Krone mit Würde und stellte unmissverständlich klar, dass sie dem neuen Herrscher von Skellige die Treue halten würde.
Ein weiteres Mal bewies Sperber ihre Klugheit. Diesmal entlarvte sie Birnas Komplott und wusch so nach dem berüchtigten "Blutigen Bankett" auf Kaer Trolde den Namen ihres Clans wieder rein.
All diese Taten überzeugten die Skelliger, dass Cerys eine gute Königin sein würde. Obgleich alle wussten, dass es einige Zeit dauern würde, bis sie vollständig aus dem Schatten ihres Vaters und Bruders treten würde, waren die meisten Bewohner der Insel stolz auf ihre neue Herrscherin.
Tragischerweise starb Crachs Tochter neben ihrem Bruder bei einem gescheiterten Angriff auf die nilfgaardische Flotte. Die Skelliger trauerten lange über den verfrühten Tod der tapferen Sperber.