Die List des Königs
King's Gambit
Nebenquest
Skellige empfohlen ab Stufe 18
Auf der Weltkarte
Aus dem Journal
Mit Geralts Hilfe hatten sowohl Hjalmar als auch Cerys dem Tod getrotzt und Ruhm erlangt - was ihre Chancen auf den Thron von Skellige erheblich verbesserte. Crach hielt diesen Umstand für einen ausgezeichneten Grund für ein großes Fest, bei dem die Skalden Lobgesänge zu Ehren der jungen an Craites anstimmen und die fleisch- und metbeladenen Tische noch die letzten Zweifler von seiner großzügigen, mächtigen Familie überzeugen würden. Auch Geralt war zu diesem Fest eingeladen, auf dem er ein Zeichen der Dankbarkeit Crachs erhalten sollte.
Einem Sprichwort von Skellige zufolge fließen auf einem gelungenen Fest Met und Blut in gleichem Maße. Leider hatte dies jemand wörtlich genommen und richtete beim Bankett in Kaer Trolde ein schreckliches Massaker an. Zwischen dem dritten und dem vierten Gang gerösteten Hammels tauchten mitten unter den ausgelassenen Gästen riesige, wütende Bären auf. Ehe die metseligen Krieger ihre Waffen ziehen konnten, hatten die Tiere schon Dutzende von Gästen in Stücke gerissen, darunter auch die meisten Anwärter auf den Thron. Geralt konnte die meisten anderen Leute retten, aber gegen den Strom von Schuldzuweisungen und Verleumdungen, der gegen Crach einsetzte, als sich der Staub gelegt hatte, war er machtlos. Die übrigen Jarls beschuldigten Crach, eine Intrige angezettelt zu haben, um seine eigenen Kinder auf den Thron zu bringen. Es war offensichtlich, dass an Craite seine Unschuld beweisen musste, sollte seine Familie nicht unter einem Berg der Schande begraben werden. Hjalmar und Cerys beschlossen, zu handeln - beide auf ihre Weise. Geralt wusste, dass er wählen musste, welchen an Craite er unterstützen wollte, würde er sich an der Aufklärung des Verbrechens beteiligen wollen.
Geralt beschloss, Cerys zu helfen. Das war nicht überraschend - ihre kühle, systematische Herangehensweise ähnelte stark der Art, mit der der Hexer selbst Untersuchungen anzustellen pflegte.
Doch Arnvald erhielt seine gerechte Strafe, als er selbst von verräterischer Hand starb. Der Gerechtigkeit war damit jedoch noch nicht Genüge getan - es war klar, dass Arnvald nicht aus eigenen Stücken gehandelt hatte. Der wahre Schuldige am Massaker war noch unentdeckt. Er blieb es jedoch nicht lange, denn Cerys und Geralt fanden rasch Hinweise auf die Identität des heimtückischen Mörders: Die Schuldige war keine andere als Birna, die Witwe König Brans und Mutter von Svanrige, einem der Thronanwärter.
Arnvald suchte sein Heil in der Flucht, doch er kam nicht weit - für Geralt, der daran gewöhnt war, Greifen und Wyvern einzuholen, stellte ein ungeschickter Reiter in Panik keine Herausforderung dar. Cerys unterzog Arnvald einem geschickten Verhör und brachte die Identität seines Schutzpatrons rasch ans Licht: Die Schuldige war keine andere als Birna, die Witwe König Brans und Mutter von Svanrige, einem der Thronanwärter.
Geralt beschloss, Hjalmar zu helfen. Wie dieser war der Hexer der Ansicht, dass keine Zeit blieb, jedes Steinchen dreimal umzudrehen - es musste sofort gehandelt werden, solange die Spuren noch frisch waren.
Die gründlichen Nachforschungen von Geralt und Cerys zeigten überraschende Ergebnisse: Arnvald, der ehemals treue Diener der an Craites, war in das Massaker verwickelt. Er war es gewesen, der den Met mit Blut und Kräutern versetzt hatte, damit bestimmte Gäste sich in Bären verwandelten. Und er war es auch gewesen, der auf hinterhältige Art versucht hatte, Geralt und Cerys zu töten, um nicht entdeckt zu werden.
Geralt ritt mit Hjalmar zum Dorf der Vildkaarle im wildesten Hochland von Skellige. Der junge an Craite war überzeugt, dass diese geheimnisvollen Krieger sich in Bären verwandelt und die Festgäste in Kaer Trolde massakriert hatten. Wie sich zeigte, lag er mit seiner Intuition richtig: Geralt fand eine verborgene Passage im Dorf, die in eine riesige Höhle führte. Sowie sie diese betraten, offenbarte sich das ganze grausame Rätsel vor ihren Augen ...
Die düsteren Legenden über die Vildkaarle erwiesen sich als wahr. Geralt und Hjalmar konnten sich davon persönlich überzeugen, als sie ein grässliches Ritual mit ansahen, bei dem ein Anwärter auf die Ränge der bizarren Kriegergesellschaft sich bei lebendigem Leibe von einem Bären verschlingen ließ. Geralt bemühte sich, aus dem Druiden, der die Zeremonie leitete, herauszubringen, wer für das Massaker auf Kaer Trolde verantwortlich war. Der Druide weigerte sich zu antworten - und Hjalmar machte deutlich, dass es ihm eher um Rache ging als um Zeugenaussagen. Er tötete den Druiden, welcher das Wissen um die Identität seines Patrons mit ins Grab nahm.
Birna stand vor dem Rat der Jarls. Obwohl Geralt und Cerys hieb- und stichfeste Beweise gegen sie vorlegten, wäre es der verschlagenen Witwe um ein Haar gelungen, der Gerechtigkeit zu entgehen. Schließlich war es ihr eigener Sohn Svanrige, der ihre Lüge sofort erkannte, als sie die Beschuldigungen zurückwies und damit ihr Schicksal besiegelte. Birna erhielt ihre verdiente Strafe, und Schande befleckte den Namen der einst so stolzen Familie Tuirseach.
Es war Hjalmar zwar nicht gelungen, den wahren Schuldigen am Massaker auf Kaer Trolde zu enthüllen, doch die Beweise, die Geralt und er vorlegten, zeigten klar, dass die Gastgeber nichts damit zu tun gehabt hatten. Da die Opfer angemessen gerächt worden waren, war der Name der an Craite nun von jeglichem Verdacht reingewaschen. Sicher waren Crach und seine Kinder dennoch nicht - der Urheber des Blutvergießens blieb auf freiem Fuß und konnte jederzeit wieder zuschlagen.
Crachs Einladung war verlockend, doch Geralt beschloss, sie nicht anzunehmen. Statt das Fest zu besuchen und seine Belohnung an sich zu nehmen, befasste er sich mit anderen, wichtigeren Angelegenheiten - wie Eredin und dem Sonnenstein.
Schließlich befand Geralt, dass Cerys und Hjalmar ohne Weiteres auf sich selbst aufpassen konnten und seiner Hilfe nicht bedurften. Er hatte Wichtigeres zu tun - es ging um Ciri. So überließ er Kaer Trolde und die Untersuchung des Massakers sich selbst.
Cerys war Geralt stets als der klügere von Crachs beiden Sprösslingen erschienen, daher beschloss er, im Rahmen der Aufklärung des Massakers bei ihr zu bleiben. Doch bald sah er, wie gut sie die Nachforschungen vorantrieb - sie brauchte ihn nicht. Er kümmerte sich wieder um seine eigenen Angelegenheiten.
Hjalmar war ein Mann der Tat, daher beschloss Geralt, sich an ihn und seine Methoden zu halten. Gemeinsam brachen sie auf, um den Schuldigen des Massakers ausfindig zu machen. Doch bald sah Geralt, dass Hjalmar auch ohne Hilfe gut zurechtkam, und kümmerte sich wieder um seine eigenen Angelegenheiten.