Liebling der Götter
Possession
Nebenquest
Skellige empfohlen ab Stufe 17
Auf der Weltkarte
Aus dem Journal
Sorge sprach aus Crachs Stimme. Und noch etwas ... Stolz? Der Jarl hatte Geralt bei Brans Totenfeier zur Seite gezogen, um seinen Sorgen hinsichtlich seiner Tochter Cerys Ausdruck zu verleihen. Sie war nach Spikeroog gesegelt, um die seltsame Krankheit des Jarls Udalryk zu heilen. Eine gefährliche Mission - weniger gefährlich mit der Unterstützung eines Hexers. Geralt sah seinen alten Freund lange an und traf dann seine Entscheidung.
Geralt segelte nach Spikeroog, um Cerys zu helfen. Jeder Zweifel, dass sie tatsächlich Hilfe brauchte, verflog, als Geralt sie bewusstlos in Udalryks ehemaligem Haus fand, jetzt eine verlassene Ruine und besessen von einer mysteriösen Macht. Als sie wieder zu sich kam, teilte sie Geralt ihre Vermutungen über Udalryk mit: Der Jarl kommuniziere nicht mit den Göttern, wie viele glaubten, sondern werde von einem Geist gequält, der ihm zerstörerische Gedanken einflüstere. Sollte das stimmen, brauchte sie tatsächlich einen Hexer. Geralt beschloss, ihr zu helfen.
Geralt untersuchte alle Hinweise und kam dann zu dem Schluss, dass Udalryk nicht von einem Geist besessen war, wie Cerys gedacht hatte. Doch er war auch nicht verrückt oder von den Göttern berührt, wie viele in Skellige glaubten. Die Angelegenheit war viel ernster: Eine besonders üble Erscheinung, auch als Him bekannt, hatte sich des Jarls bemächtigt. Geralt und Cerys würden Udalryk von diesem bösen Wesen befreien müssen.
Schließlich entschied Geralt, sich nicht in Udalryks persönliche Angelegenheiten einzumischen, und überließ die Sache Cerys, der es weder an Mut noch an Entschlossenheit mangelte.
Cerys hatte eine Idee: Sie wollte den Him überlisten. Geralt beschloss, ihr zu vertrauen. Sie rannte los, schnappte sich Udalryks kleinen Sohn aus der Wiege und lief mit ihm in das verlassene Haus. Der Jarl und seine Ehrenwache waren ihr dicht auf den Fersen. In der Zwischenzeit gelangte Hjort, den Cerys eingeweiht und um Hilfe gebeten hatte, unbemerkt ins Haus.
Vor Ort befahl Cerys Geralt, das Kind in den brennenden Ofen zu werfen. Dieses scheinbar verrückte Ansinnen überrumpelte Geralt, doch er gehorchte, wobei er hoffte, dass dies ein Teil des Plans war. Zu seiner großen Erleichterung traf dies zu. Der Him hielt Geralt für einen Kindsmörder und verließ Udalryk, um den vermeintlich schlimmsten Schuldigen zu übernehmen. Doch als offenbar wurde, dass das Kind keinen Schaden genommen hatte, musste der Him in den Äther verschwinden. Cerys' List und des Hexers Kaltblütigkeit hatten Udalryk von seinem langen Leiden befreit.
Geralt beschloss, sich mit bewährten Hexermethoden um den Him zu kümmern. Dies bedeutete wie so oft, zahlreiche Fackeln zu beschaffen und bis zum Einbruch der Nacht zu warten. Erst dann machte er sich mit Udalryk auf den Weg zum verlassenen Haus, um die Erscheinung zu zwingen, ihr wahres Gesicht zu zeigen. Der Kampf dauerte die ganze Nacht. Bisweilen fürchtete Geralt, Udalryk könne den Qualen, die der Him ihm bei seinem letzten Aufbäumen bereitete, nicht gewachsen sein. Doch als der Morgen graute, triumphierten unsere Helden, und der Him verschwand in den Äther.