Samurai: Die unmögliche Band
„Samurai: Die unmögliche Band“ – E-Mail aus Cyberpunk 2077.
Text
Kerry Eurodyne wurde meistens als schwächstes Glied in Samurais Bandgefüge angesehen: Seine dramatischen Trennungen von der Band (es ist schwer zu sagen, ob er nur zweimal aus der Band ausstieg oder öfter) waren unvergesslich. Wie Nancy es trocken in einem Interview am 5. Oktober 2019 kommentierte: „Dafür sorgte er schon.“ Allgemein war man davon überzeugt, dass Kerry Samurai nur für das Drama und die Aufregung benutzte, und nicht für das künstlerische Potenzial der Band. Aber wenn man die anderen Bandmitglieder fragt, wer von ihnen am meisten wollte, dass die Band zusammen spielte, sagten fast alle (mit der Ausnahme von Silverhand, der fast nie Interviews gab) ... Kerry Eurodyne. Und wenn man mal darüber nachdenkt, ist das wenig erstaunlich.
Mein letztes Gespräch mit Henry bildet eine interessante Fußnote in der Geschichte von Samurai, dieser Band, die „einfach nicht sein sollte“. Nachdem ich fast ein Jahrzehnt lang vergeblich versucht hatte, ihn zu kontaktieren, begegnete ich ihm natürlich rein zufällig. Ich brauchte fast ebenso lang, um dieses menschliche Wrack als Henry zu erkennen, wie er brauchte, um sich an seinen eigenen Namen zu erinnern. Aber als ich ihn fragte, wer am häufigsten aus der Band ausgestiegen war, antwortete er mir, ohne zu zögern:
„Ich natürlich. Nach jedem Konzert. Ich bin abgehauen und hab mich in irgendeiner Drecksbude verkrochen. Hab ihnen allen gesagt, dass ich die Nase voll hab von ihrer Poserscheiße, aber sie haben mir nie geglaubt. Die meinten nur, ich wäre total zugedröhnt.“
„Warst du das nicht?“
„Doch, klar war ich hackedicht, aber das hat doch damit nichts zu tun! Das machte es bloß leichter für sie. Denny hat mir irgendwas eingepfiffen und dann haben sie mich halb bewusstlos wieder auf die Bühne geschleppt. Und das so ziemlich jedes Mal.“
Mein letztes Gespräch mit Henry bildet eine interessante Fußnote in der Geschichte von Samurai, dieser Band, die „einfach nicht sein sollte“. Nachdem ich fast ein Jahrzehnt lang vergeblich versucht hatte, ihn zu kontaktieren, begegnete ich ihm natürlich rein zufällig. Ich brauchte fast ebenso lang, um dieses menschliche Wrack als Henry zu erkennen, wie er brauchte, um sich an seinen eigenen Namen zu erinnern. Aber als ich ihn fragte, wer am häufigsten aus der Band ausgestiegen war, antwortete er mir, ohne zu zögern:
„Ich natürlich. Nach jedem Konzert. Ich bin abgehauen und hab mich in irgendeiner Drecksbude verkrochen. Hab ihnen allen gesagt, dass ich die Nase voll hab von ihrer Poserscheiße, aber sie haben mir nie geglaubt. Die meinten nur, ich wäre total zugedröhnt.“
„Warst du das nicht?“
„Doch, klar war ich hackedicht, aber das hat doch damit nichts zu tun! Das machte es bloß leichter für sie. Denny hat mir irgendwas eingepfiffen und dann haben sie mich halb bewusstlos wieder auf die Bühne geschleppt. Und das so ziemlich jedes Mal.“