Das Wüstenleben
„Das Wüstenleben“ – E-Mail aus Cyberpunk 2077. Hey Cal, wie ist es dir so ergangen? Bei mir hier gibt es nichts Neues und das wird auch erst mal so bleiben.
Text
Hey Cal, wie ist es dir so ergangen?
Bei mir hier gibt es nichts Neues und das wird auch erst mal so bleiben.
Ich hab mich immer eher als Einsiedler gesehen, also sollte das hier eigentlich mein Fall sein, aber trotzdem nagen an mir die Zweifel. Könnte tatsächlich sein, dass das Leben auf der Proteinfarm doch nicht meine Berufung ist. Jedenfalls hab ich hier noch 6 Monate und dann sehen wir weiter. Vielleicht wird es ja nach den ersten Wochen besser.
Mir ist da allerdings so eine Idee gekommen: Ich könnte ein fiktives Tagebuch anfangen, voller fantastischer, adrenalingeladener Abenteuer. Wenn dann eines Tages irgendwer meine vertrockneten Überreste findet, wird er denken: Wow, der Typ war der interessanteste Mann der Welt ... Bloß schade, dass es sich zu Tode gelangweilt hat.
Na ja, egal – und bei dir? Was macht das Leben? Grüß die Mädchen von mir.
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Von: Calandra Stevenson
An: Rabbie Stevenson
RE: Das Wüstenleben
Hey Rabbie, hier ist alles OK. Daisys richtige Zähne fangen schon an zu wachsen, aber ihre Milchzähne wollen einfach nicht ausfallen. Irgendwie hat sie jetzt zwei Reihen Zähne, wie ein kleiner Hai. Wenn die Milchzähne nicht bald ausfallen, müssen wir sie selbst rauszerren – und ich weiß echt nicht, wie ich ihr das erklären soll, haha. Cece ist still wie immer. Die beiden vermissen ihren Onkel und fragen mich dauernd, was du mir mitbringen wirst. Ich sage dann immer: „Konzernbroschüren und Gläser voll mit Sand“, aber sie finden das immer noch nicht lustig.
Mir ist übrigens aufgefallen, dass du mehr als sonst geschrieben, aber Nyala kein einziges Mal erwähnt hast. Keine Ahnung, ob das ein gutes Zeichen oder das Gegenteil ist. Hoffe mal, dass du in den sechs Monaten deines Vertrags zur Ruhe kommst, was diese Sache angeht.
Halt da draußen durch. Pass mir zuliebe auf dich auf.
Cal
Bei mir hier gibt es nichts Neues und das wird auch erst mal so bleiben.
Ich hab mich immer eher als Einsiedler gesehen, also sollte das hier eigentlich mein Fall sein, aber trotzdem nagen an mir die Zweifel. Könnte tatsächlich sein, dass das Leben auf der Proteinfarm doch nicht meine Berufung ist. Jedenfalls hab ich hier noch 6 Monate und dann sehen wir weiter. Vielleicht wird es ja nach den ersten Wochen besser.
Mir ist da allerdings so eine Idee gekommen: Ich könnte ein fiktives Tagebuch anfangen, voller fantastischer, adrenalingeladener Abenteuer. Wenn dann eines Tages irgendwer meine vertrockneten Überreste findet, wird er denken: Wow, der Typ war der interessanteste Mann der Welt ... Bloß schade, dass es sich zu Tode gelangweilt hat.
Na ja, egal – und bei dir? Was macht das Leben? Grüß die Mädchen von mir.
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Von: Calandra Stevenson
An: Rabbie Stevenson
RE: Das Wüstenleben
Hey Rabbie, hier ist alles OK. Daisys richtige Zähne fangen schon an zu wachsen, aber ihre Milchzähne wollen einfach nicht ausfallen. Irgendwie hat sie jetzt zwei Reihen Zähne, wie ein kleiner Hai. Wenn die Milchzähne nicht bald ausfallen, müssen wir sie selbst rauszerren – und ich weiß echt nicht, wie ich ihr das erklären soll, haha. Cece ist still wie immer. Die beiden vermissen ihren Onkel und fragen mich dauernd, was du mir mitbringen wirst. Ich sage dann immer: „Konzernbroschüren und Gläser voll mit Sand“, aber sie finden das immer noch nicht lustig.
Mir ist übrigens aufgefallen, dass du mehr als sonst geschrieben, aber Nyala kein einziges Mal erwähnt hast. Keine Ahnung, ob das ein gutes Zeichen oder das Gegenteil ist. Hoffe mal, dass du in den sechs Monaten deines Vertrags zur Ruhe kommst, was diese Sache angeht.
Halt da draußen durch. Pass mir zuliebe auf dich auf.
Cal