Zu Hause ist es am schönsten
No Place Like Home
Nebenquest
Toussaint Blood and Wine
Aus dem Journal
Wer Geralt von Riva auch nur flüchtig kennt, der weiß, dass er selten bezahlt wird, bevor er einen Auftrag erfüllt hat. Vorschüsse sind hingegen eine andere Sache. Solche werden von seinen besten Auftraggebern gezahlt, die keine Absichten hegen, sich aus ihren Verpflichtungen zu stehlen, und denen daran liegt, dass der Auftrag gut erledigt wird. In dieser Hinsicht erwies sich Anna Henrietta als eine der besten Auftraggeber, die Geralt je gehabt hatte. Und warum, fragt der werte Leser? Weil sie Geralt als Vorschuss für den Sieg über das Biest von Beauclair das Weingut Corvo Bianco gab - abgesehen von klingender Münze, die Geralt nach Erledigung des Auftrages noch erhalten würde. Man kann von Anna Henrietta sagen, was man will, aber ihre Großzügigkeit ist nicht zu leugnen.
Eine erste Besichtigung von Geralts neuem Anwesen ergab, dass das Weingut einiges an Reparaturbedarf hatte, ehe es in vollem Glanze erstrahlen konnte. Dies war eine große Aufgabe, die einen Sinn für Ästhetik verlangte, von dem Geralt nicht sicher war, ob er ihn besaß. Zum Glück musste er die Aufgabe nicht alleine bewältigen. Sein Verwalter Barnabas-Basilius würde ihm helfen. Geralt merkte bald, dass der Haushofmeister nicht nur Fachmann für Hausführung, sondern auch für Innengestaltung war.
Ich habe meine Tage immer gern mit Emsigkeit gefüllt. Kein Zweifel, dass Geralt diese meine Vorliebe teilt. Wir nutzen beide jede Gelegenheit, um uns für eine bessere Welt einzusetzen, und unterscheiden uns höchstens in den Mitteln, die wir bemühen: Feder und Harfe der eine, Schwerter der andere. Diesmal war es jedoch Geralt, der sich im herrlichen Gefühl getaner Arbeit von ästhetischer Klasse sonnen konnte. Nach vollbrachter Renovierung Corvo Biancos war Geralt mindestens so stolz auf sich, als hätte er mit bloßen Händen eine Kikimora erwürgt.