
Iris von Everec
Hearts of Stone
Aus dem Journal
Als Geralt Olgierd von Everec aufsuchte, um dessen dritten und letzten Wunsch zu hören, erfuhr er, dass der raubeinige Ataman einst verheiratet gewesen war. Irgendwann hatte er seiner Frau jedoch eine lilafarbene Rose als Abschiedsgeschenk gegeben und sie verlassen. Geralts Aufgabe war es nun, diese Rose irgendwo im verlassenen Anwesen der von Everecs zu finden. Als er dort eintraf, fand er heraus, dass das Anwesen von einer bösen Erscheinung heimgesucht wurde. Diese war an Olgierds Frau Iris gebunden, die vor Jahren vor Einsamkeit gestorben war. Das Haus wurde nun durch ihren Zorn und Kummer mit böser Energie gefüllt.
Geralt sammelte die Überreste von Iris ein und begrub sie im Garten des Anwesens. Dies tat er sowohl aus menschlichem Anstand als auch aus kühler Berechnung, da er wusste, dass dieser Akt ihren rastlosen Geist beruhigen und den Hexer zur lilafarbenen Rose führen würde. Bei der Beerdigung erschien Iris' besänftigter Geist und nahm Geralt mit in eine Welt, die nur in ihrem Verstand existierte. Diese "Gemalte Welt" bestand aus ihren Ängsten und Erinnerungen, denen Geralt jetzt entgegentreten musste.
Iris von Everecs Erinnerungen bestanden zunächst aus den ersten frohen Tagen in Olgierds Gesellschaft und wurden dann immer düsterer. Sogar die heiteren Erinnerungen waren von bedrohlichen Wolken überhangen - und dem ungemütlichen Gefühl einer herannahenden Katastrophe. Iris von Everec war eine sensible Frau gewesen und hatte die subtilen Veränderungen ihres Mannes durchaus bemerkt. Ihr hatte jedoch der Mut gefehlt, sich mit der Ursache zu befassen.
Olgierd von Everecs Herz war zu Stein geworden und hatte ihn zu einem Monster gemacht. Iris hasste, was aus ihrem Mann geworden war, konnte aber dennoch nicht aufhören, ihn zu lieben. Das Paar hielt sein schmerzvolles Zusammenleben aus, bis Olgierd seine Frau schließlich verließ. Iris verkraftete diese Trennung niemals - sie brachte es noch nicht einmal fertig, den Abschiedsbrief ihres Mannes zu lesen. Doch die lilafarbene Rose, die er ihr zum Abschied gegeben hatte, blieb bei ihr und wurde zum Kristallisationspunkt all ihrer Liebe und Sehnsucht. Als sie starb, hielten die unerlösten Gefühle ihren Geist in dieser Welt, und ihr Leiden setzte sich fort.
Dank der Intervention des Hexers konnte Iris endlich akzeptieren, was ihr und ihrem Mann zugestoßen war. Geralt fragte nach der Rose, und Iris war bereit, sie ihm zu geben. Sie wusste, dass dies nicht nur ihrem Leid, sondern auch ihrer Existenz ein Ende machen würde.
Je nach Ausgang: …
Dank der Intervention des Hexers konnte Iris endlich akzeptieren, was ihr und ihrem Mann zugestoßen war. Sie war nun frei, sich im Äther aufzulösen, doch der Gedanke jagte ihr großen Schrecken ein. Daher vertraute sie ihr Schicksal dem Hexer an. Dieser wollte sie nicht ihrer Existenz berauben. Und so blieb sie in dieser Welt - sie wechselte in ein Gemälde über, das Geralt danach zu Olgierd brachte. Von dieser Leinwand blickten ihre traurigen Augen ihren Mann für den Rest seines Lebens an.