Eskel

Eskel

Aus dem Journal

Eskel und Geralt waren in mancherlei Hinsicht wie Brüder. Sie waren gleich alt und kannten sich seit jenen frühen Kindertagen, als sie auf Kaer Morhen ihre Holzschwerter geschwungen hatten. Sie hatten vieles gemeinsam durchgemacht: die erste Selektionsrunde, die mörderischen Mutationen, die Kräuterprobe und die Spur, jenen teuflischen Hinderniskurs der Hexer. Außerdem hatten sie mehr als einmal wegen kindischer Streiche ihre Strafe kassiert. Als Erwachsene gingen sie getrennte Wege, verbrachten jedoch fast jeden Winter gemeinsam auf Kaer Morhen, um das Ende der Kälte abzuwarten, auf ihre Erfolge anzustoßen und gefallener Kollegen zu gedenken.

Eskels Ruf hatte zwar nicht den Donnerhall von Geralts Ruf, doch Eskel war so erfahren wie der Weiße Wolf und führte seine Aufträge sorgfältig und effizient aus. Auf seinen Jagden war er dem Tod viele Male um Haaresbreite entronnen. Eine Ironie des Schicksals dann, dass die Narbe auf seinem Gesicht nicht von einer Monsterklaue stammte, sondern von der Klinge Deidre Ademeyns, seines Überraschungskinds.

Vielleicht war diese schlimme Erfahrung der Grund für Eskels Abneigung gegenüber Yennefer. Er versuchte freilich, die Abneigung nicht zwischen sich und Geralt gelangen zu lassen.

Eskel beteiligte sich an der Verteidigung Kaer Morhens und kämpfte tapfer gegen einen der Generale der Wilden Jagd, obwohl seine Chancen mehr als schlecht standen. Als Vesemir starb, übernahm er die Verantwortung für die Hexerfestung.

Quests 6

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