Nomaden am Ground Zero
„Nomaden am Ground Zero“ – E-Mail aus Cyberpunk 2077.
Text
(...) Es war kein Geheimnis, dass Night Corp mit großzügiger Bezahlung und zum Teil auch kostenloser Cyberware und Biomonitor-Upgrades all jene lockte, die sich an den Aufräumarbeiten in dem Krater voll radioaktivem Schutt beteiligten, wo einst das Arasaka-Hauptquartier gestanden hatte. Zeugenberichte aus dieser Zeit erzählen vom ununterbrochenen Ticken der Geigerzähler, so laut wie das Zirpen der Grillen im Sommer. Im Rückblick lässt sich nur schwer sagen, wie viele Mitglieder dieser „Kratercrews“ bald darauf an Strahlenkrankheit verstarben. Sowohl der Stadtrat als auch Night Corp behaupten, es habe nur wenige Todesfälle gegeben, ohne jedoch ernsthafte Statistiken zu veröffentlichen. Allerdings standen sie auch nie unter öffentlichem Druck, genaue Zahlen vorzulegen. Denn die meisten der Teams, die nach Überlebenden suchten und den Schutt wegräumten, waren keine Bürger von Night City, sondern Nomaden. Wundert es dich, dass du das nicht wusstest? Das sollte es nicht. Viele Geschichtsbücher unterschlagen diese Tatsache.
Die Stadt heuerte hunderte Nomadensöldner an, vor allem aus Clans der Aldecaldo-Nation. Diese Nomaden waren auf der Suche nach gut bezahlter Arbeit und die Stadt brauchte Experten, die nicht nur erfahren waren, sondern auch bereit, ihr Leben aufs Spiel zu setzen – nur damit Arasaka eines Tages ein neues Hochhaus an dieselbe Stelle bauen konnte.
Aber die Geschichte hat durchaus einen Sinn für Ironie. Diese Nomaden, die mit Absicht außerhalb unseres sogenannten „Systems“ leben, waren zur Stelle, um es zu retten. Das war nicht das erste Mal. Und es wird auch nicht das letzte Mal bleiben.
Die Stadt heuerte hunderte Nomadensöldner an, vor allem aus Clans der Aldecaldo-Nation. Diese Nomaden waren auf der Suche nach gut bezahlter Arbeit und die Stadt brauchte Experten, die nicht nur erfahren waren, sondern auch bereit, ihr Leben aufs Spiel zu setzen – nur damit Arasaka eines Tages ein neues Hochhaus an dieselbe Stelle bauen konnte.
Aber die Geschichte hat durchaus einen Sinn für Ironie. Diese Nomaden, die mit Absicht außerhalb unseres sogenannten „Systems“ leben, waren zur Stelle, um es zu retten. Das war nicht das erste Mal. Und es wird auch nicht das letzte Mal bleiben.
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