NCPD – Anatomie einer Katastrophe
„NCPD – Anatomie einer Katastrophe“ – E-Mail aus Cyberpunk 2077. Das hier ist kein Buch voller eloquenter Formulierungen und komplizierter Metaphern. Ich bin kein Schriftsteller – ich bin Polizist. Oder genauer gesagt war ich Polizist, vor den Massenkündigungen.
Text
Das hier ist kein Buch voller eloquenter Formulierungen und komplizierter Metaphern. Ich bin kein Schriftsteller – ich bin Polizist. Oder genauer gesagt war ich Polizist, vor den Massenkündigungen.
Ich schreibe dieses Buch nicht, um reich oder berühmt zu werden, sondern weil ich wütend bin und nicht den Mund halten werde, während das NCPD vor die Hunde geht.
Bevor du irgendwas sagst: Ich weiß, wir waren nie perfekt. Night City war noch nie eine sichere Stadt, aber wir haben uns alle Mühe gegeben – das schwöre ich. Wir haben uns so sehr bemüht, diese Stadt zu schützen, obwohl es uns an so viel Geld und Leuten und Ausrüstung fehlte.
Dem Bürgermeister war das alles scheißegal. Er wollte die Kosten reduzieren. Offenbar war das NCPD nicht „profitabel“, sagte er bei einer Pressekonferenz (einen Tag, nachdem sieben von uns in Vista del Rey von einem Cyberpsycho ermordet wurden), also warum sollte man es nicht einfach privatisieren? Noch am selben Tag ging das NCPD in Privatbesitz über. Alles nach Plan.
Unser neuer Polizeipräsident (der vorher Leiter der Verkaufsabteilung bei DataTerm war) interessierte sich nur für eines: Geld. Er feuerte die Hälfte der Polizisten, reduzierte die Zahl der täglichen Patrouillen und befahl uns, alles andere zu ignorieren und uns auf Strafzettel zu konzentrieren.
Die Ergebnisse dieser Politik hat man schnell gesehen: Die Kriminalitätsrate schnellte in die Höhe, in jeder Seitengasse lagen Leichen und die Bürgersteige wurden mit Blut getränkt. Und gleichzeitig haben die Konzerner am Corpo Plaza die Champagnerflaschen aufgemacht und gefeiert. Warum? Weil die Nachfrage nach privaten Sicherheitsdiensten auf einmal um 1.000 Prozent gestiegen war.
Ich schreibe dieses Buch nicht, um reich oder berühmt zu werden, sondern weil ich wütend bin und nicht den Mund halten werde, während das NCPD vor die Hunde geht.
Bevor du irgendwas sagst: Ich weiß, wir waren nie perfekt. Night City war noch nie eine sichere Stadt, aber wir haben uns alle Mühe gegeben – das schwöre ich. Wir haben uns so sehr bemüht, diese Stadt zu schützen, obwohl es uns an so viel Geld und Leuten und Ausrüstung fehlte.
Dem Bürgermeister war das alles scheißegal. Er wollte die Kosten reduzieren. Offenbar war das NCPD nicht „profitabel“, sagte er bei einer Pressekonferenz (einen Tag, nachdem sieben von uns in Vista del Rey von einem Cyberpsycho ermordet wurden), also warum sollte man es nicht einfach privatisieren? Noch am selben Tag ging das NCPD in Privatbesitz über. Alles nach Plan.
Unser neuer Polizeipräsident (der vorher Leiter der Verkaufsabteilung bei DataTerm war) interessierte sich nur für eines: Geld. Er feuerte die Hälfte der Polizisten, reduzierte die Zahl der täglichen Patrouillen und befahl uns, alles andere zu ignorieren und uns auf Strafzettel zu konzentrieren.
Die Ergebnisse dieser Politik hat man schnell gesehen: Die Kriminalitätsrate schnellte in die Höhe, in jeder Seitengasse lagen Leichen und die Bürgersteige wurden mit Blut getränkt. Und gleichzeitig haben die Konzerner am Corpo Plaza die Champagnerflaschen aufgemacht und gefeiert. Warum? Weil die Nachfrage nach privaten Sicherheitsdiensten auf einmal um 1.000 Prozent gestiegen war.
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