Grüße aus der Depression
„Grüße aus der Depression“ – E-Mail aus Cyberpunk 2077. Ich war fünfzehn, stand kurz davor, in vier meiner Schulkurse durchzufallen, und dennoch kam ich weder aus dem Bett, noch brachte ich es fertig, zum Duschen ins Bad zu gehen.
Text
Ich war fünfzehn, stand kurz davor, in vier meiner Schulkurse durchzufallen, und dennoch kam ich weder aus dem Bett, noch brachte ich es fertig, zum Duschen ins Bad zu gehen. Zuerst waren meine Eltern besorgt, behandelten mich wie ein rohes Ei, doch nach wenigen Wochen war ihre Geduld am Ende. Da fing es an:
„Reiß dich zusammen.“
„Geh joggen, das hilft bestimmt.“
„Wieso sprichst du nicht mal mit deinen Freunden?“
„Hör auf, dich selbst zu bemitleiden.“
„Wieso bist du überhaupt traurig? Andere haben es viel schwerer als du.“
Worte, die mir selbst nach zehn Jahren, bestimmt von Therapien, Medikamenten, zahllosen Rückfällen und einem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik, immer noch wehtun. Überall, jederzeit, an jedem Tag sind sie wie Rasierklingen in meiner Haut.
„Reiß dich zusammen.“
„Geh joggen, das hilft bestimmt.“
„Wieso sprichst du nicht mal mit deinen Freunden?“
„Hör auf, dich selbst zu bemitleiden.“
„Wieso bist du überhaupt traurig? Andere haben es viel schwerer als du.“
Worte, die mir selbst nach zehn Jahren, bestimmt von Therapien, Medikamenten, zahllosen Rückfällen und einem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik, immer noch wehtun. Überall, jederzeit, an jedem Tag sind sie wie Rasierklingen in meiner Haut.