Shard Phantom Liberty
Ein Massentreiber als Provokation: der NCX gestern und heute
„Ein Massentreiber als Provokation: der NCX gestern und heute“ – Shard aus Cyberpunk 2077 (Phantom Liberty). Der Night City International and Translunar wird oft als Kronjuwel unserer Stadt und als eines der technologischen Wunder von Nordamerika beschrieben.
Text
Der Night City International and Translunar wird oft als Kronjuwel unserer Stadt und als eines der technologischen Wunder von Nordamerika beschrieben. Doch ein Blick unter die Oberfläche zeigt, dass der Glanz dieses angeblichen Juwels über die Jahre ein wenig trübe geworden ist. Trotz des ständigen Anstiegs der Nachfrage und der Passagierzahlen hat Orbital Air seit der Eröffnung des Spaceports im Jahr 2047 keinen einzigen Eurodollar in dessen Entwicklung investiert. Die aktuelle Renovierung des Tycho Terminals ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, wenn so viel mehr notwendig wäre, um den langsamen Verfall des Spaceports aufzuhalten. Während die Megaports in Nairobi und Mombasa stetig weiterwachsen, gerät der NCX immer mehr in Vergessenheit und ist bald vielleicht nicht mehr als eine drittklassige, hinterwäldlerische Anlage. Afrikanische Spaceports bauen Massentreiber an – am NCX klopft man sich dafür auf die Schulter, ein paar Toilettenspülungen zu ersetzen.
Seit die Rechtsabteilung von Orbital Air eine rechtliche Lücke im Bauvertrag genutzt hat, um sich um den Bau eines elektromagnetischen Katapults von der Erde in den Weltall zu drücken, wartet Night City weiterhin auf einen modernen Massentreiber. Ist das bloß eine Frage der Sparsamkeit? Orbital Air steckt sicherlich nicht in finanziellen Schwierigkeiten. Vielleicht einfach Fahrlässigkeit? Das würde man nach ein paar Jahren vermuten, aber nicht nach drei Jahrzehnten. Wenn man sich länger mit diesem Thema befasst, kommt man nur zu einer logischen Schlussfolgerung: Es muss sich um eine gewollte Strategie des Konzerns handeln. Schauen wir uns doch einmal die Fakten an: Der Spaceport von Night City verliert an weltweiter Bedeutung, was wiederum für Verärgerung in der Bevölkerung sorgt. Night Corp, der wichtigste Rivale von Orbital Air, könnte da Blut riechen und versuchen wollen, OA aus Night City zu verdrängen. Man kann sich leicht vorstellen, dass alles, was OA tut – bzw. in diesem Fall eher alles, was OA nicht tut –, eine absichtliche Provokation ist, um Night Corp zum Handeln zu zwingen.
Orbital Air wartet bloß auf eine falsche Bewegung. Im schlimmsten Fall wirft man Night Corp unlauteren Wettbewerb vor. Aber wenn alles gut läuft, könnten sie ihrem Rivalen einen Coup unterstellen. Wie man so schön sagt, wiederholt die Geschichte sich schließlich gerne und in der aktuellen politischen Lage scheint der nächste Konzernkrieg – ausgelöst von einem nie gebauten Massentreiber – gar nicht mehr so unwahrscheinlich.
Seit die Rechtsabteilung von Orbital Air eine rechtliche Lücke im Bauvertrag genutzt hat, um sich um den Bau eines elektromagnetischen Katapults von der Erde in den Weltall zu drücken, wartet Night City weiterhin auf einen modernen Massentreiber. Ist das bloß eine Frage der Sparsamkeit? Orbital Air steckt sicherlich nicht in finanziellen Schwierigkeiten. Vielleicht einfach Fahrlässigkeit? Das würde man nach ein paar Jahren vermuten, aber nicht nach drei Jahrzehnten. Wenn man sich länger mit diesem Thema befasst, kommt man nur zu einer logischen Schlussfolgerung: Es muss sich um eine gewollte Strategie des Konzerns handeln. Schauen wir uns doch einmal die Fakten an: Der Spaceport von Night City verliert an weltweiter Bedeutung, was wiederum für Verärgerung in der Bevölkerung sorgt. Night Corp, der wichtigste Rivale von Orbital Air, könnte da Blut riechen und versuchen wollen, OA aus Night City zu verdrängen. Man kann sich leicht vorstellen, dass alles, was OA tut – bzw. in diesem Fall eher alles, was OA nicht tut –, eine absichtliche Provokation ist, um Night Corp zum Handeln zu zwingen.
Orbital Air wartet bloß auf eine falsche Bewegung. Im schlimmsten Fall wirft man Night Corp unlauteren Wettbewerb vor. Aber wenn alles gut läuft, könnten sie ihrem Rivalen einen Coup unterstellen. Wie man so schön sagt, wiederholt die Geschichte sich schließlich gerne und in der aktuellen politischen Lage scheint der nächste Konzernkrieg – ausgelöst von einem nie gebauten Massentreiber – gar nicht mehr so unwahrscheinlich.