Shard Phantom Liberty
Dogtown – ein Splitter in Night Citys Auge
„Dogtown – ein Splitter in Night Citys Auge“ – Shard aus Cyberpunk 2077 (Phantom Liberty). Das Kampfgebiet, das auch als Dogtown bekannt ist, sollte einst Night Citys prunkvolles Aushängeschild werden.
Text
Das Kampfgebiet, das auch als Dogtown bekannt ist, sollte einst Night Citys prunkvolles Aushängeschild werden. Heutzutage ist es nichts als ein dunkler Fleck auf dem kollektiven Gewissen der Stadt, vergessen und ignoriert von Night City und seinen Bewohnern, die in Dogtown ein Denkmal für große, aussichtslose Träume, fehlgeschlagene Investitionen und völligen Kontrollverlust sehen. Unter dem Namen „Serenisands“ sollte der Bezirk so entspannend wirken wie ruhige Meereswellen, doch stattdessen wurde er zum absoluten Gegenteil: einer Zuflucht für Ausgeschlossene, Flüchtende und gewöhnliche Verbrecher. Es war nur eine Frage der Zeit, bis jemand aus diesem Chaos Profit schlagen und den Bezirk übernehmen würde. Dieser „Jemand“ war natürlich Colonel Kurt Hansen mit seiner BARGHEST-Einheit. Dies ist die Geschichte vom Niedergang des Bezirks und dem darauffolgenden Aufstieg von Hansens kriminellem Imperium.
Um die Situation gänzlich zu verstehen, müssen wir zur Zeit des Vierten Konzernkriegs ansetzen. Pacifica wird von Flüchtlingen aus dem Stadtkern von Night City überschwemmt. Sie suchen am Rand der Metropole Zuflucht, aber es wird schon bald klar, dass sie hier nicht willkommen sind. Der ständige Zustrom sorgt für Spannungen und Konflikte mit den Sicherheitskräften von Pacifica, was schnell zu gewaltsamen Aufständen führt. Nach tagelangen brutalen Zusammenstößen sind die Straßen voller Leichen. Wohlhabende Anwohner und Investoren befürchten, dass die Situation völlig außer Kontrolle geraten ist, und verlassen den Bezirk, was seinen Niedergang weiter vorantreibt. Pacifica gerät in eine Abwärtsspirale und verfällt zunehmend.
Spulen wir vor in die 2050er. Der Stadtrat von Night City möchte Pacifica wieder zu seiner einstigen Schönheit verhelfen. Neue Investoren tauchen auf und verführen die Entscheidungsträger der Stadt mit kühnen Plänen und Profitversprechen. Das Jahrzehnt beginnt mit groß angelegten Bauvorhaben, die von Militech angeführt werden. Moderne Gebäude ersetzen die verfallenen Überbleibsel der Vergangenheit und ein Autobahnnetzwerk verbindet Pacifica bald mit Night City und dem Rest von Amerika. Die riesige Investition soll die wirtschaftliche Stärke von Night City unter Beweis stellen, doch so ein Plan sorgt natürlich auch für Widerstand. Eine große Explosion unter der Baustelle eines Unterhaltungskomplexes zerstört den Optimismus des Stadtrats sowie der Investoren in Pacifica. Eine ausführliche Ermittlung führt zu keinen klaren Ergebnissen und die Sicherheitsmaßnahmen vor Ort werden verstärkt. Doch was am wichtigsten ist: Der Stadtrat beschließt, Serenisands vom Rest der Stadt mit einer Mauer abzuschotten. Danach gehen die Bauarbeiten weiter und vorerst sieht es aus, als würden sie dank dieser neuen Maßnahmen auch abgeschlossen werden.
Doch nur ein paar Jahre später bricht der Vereinigungskrieg aus und einmal mehr stockt der Fortschritt. Die Investoren ziehen sich zurück, weil der Bau von Luxus-Resorts auf einmal keine finanzielle Priorität mehr darstellt. Ohne Polizei wird der Bezirk schnell zu einer Hochburg von Kriminellen, die von den Voodoo Boys kontrolliert wird. Ein gesetzloser, abgeschotteter Bezirk direkt neben einer verfeindeten Stadt scheint wie der ideale Angriffspunkt für einen Militäreinsatz. Deshalb schickt Militech 2070 Truppen nach Serenisands. Ein Angriff auf Night City steht offenbar kurz zuvor, wird aber vor allem deshalb abgewendet, weil im Rahmen eines Abkommens zwischen Saburo Arasaka und dem damaligen Mitglied des Stadtrats Lucius Rhyne ein Arasaka-Superträger in der Coronado Bay aufkreuzt. Militech befiehlt den Rückzug, doch eine große Anzahl an Soldaten ignoriert diese Anordnung und bleibt vor Ort.
Durch das Arvin-Abkommen wird Night City zu einer voll und ganz autonomen Metropole. Der verlassene Bezirk ist eine Art Niemandsland, wodurch sich für Colonel Kurt Hansen und seine Ex-Militech-Einheit die perfekte Gelegenheit ergibt, die Kontrolle über das heutige Dogtown zu übernehmen. Gemeinsam mit seinen Kameraden gründet er schon bald BARGHEST und erweitert seine neue Armee zunächst um Söldner und später um alle möglichen Abtrünnigen und Gangster, die sich ihm nur zu gerne anschließen. Wie schon zuvor wird der Bezirk zu einer Zuflucht für Reisende, Flüchtlinge und Verbrecher.
Mittlerweile hat Dogtown seine eigenen Gesetzeshüter sowie Handelsbeziehungen mit Night City, den NUSA und anderen Ländern. Die Behörden von Night City haben nur wenig Lust, sich mit ihren lauten Nachbarn auseinanderzusetzen, und jegliche Hoffnung, Serenisands in Zukunft doch wiederaufzubauen, sind wenig mehr als Luftschlösser. Es ist einfacher, das Problem geflissentlich zu ignorieren und sich nach besseren Gelegenheiten umzusehen. Neue, spannende Geschäftsideen lassen sich leichter an Investoren verkaufen als lästige Kampfgebiete – schließlich möchte man lieber in aller Ruhe von vorne anfangen.
Um die Situation gänzlich zu verstehen, müssen wir zur Zeit des Vierten Konzernkriegs ansetzen. Pacifica wird von Flüchtlingen aus dem Stadtkern von Night City überschwemmt. Sie suchen am Rand der Metropole Zuflucht, aber es wird schon bald klar, dass sie hier nicht willkommen sind. Der ständige Zustrom sorgt für Spannungen und Konflikte mit den Sicherheitskräften von Pacifica, was schnell zu gewaltsamen Aufständen führt. Nach tagelangen brutalen Zusammenstößen sind die Straßen voller Leichen. Wohlhabende Anwohner und Investoren befürchten, dass die Situation völlig außer Kontrolle geraten ist, und verlassen den Bezirk, was seinen Niedergang weiter vorantreibt. Pacifica gerät in eine Abwärtsspirale und verfällt zunehmend.
Spulen wir vor in die 2050er. Der Stadtrat von Night City möchte Pacifica wieder zu seiner einstigen Schönheit verhelfen. Neue Investoren tauchen auf und verführen die Entscheidungsträger der Stadt mit kühnen Plänen und Profitversprechen. Das Jahrzehnt beginnt mit groß angelegten Bauvorhaben, die von Militech angeführt werden. Moderne Gebäude ersetzen die verfallenen Überbleibsel der Vergangenheit und ein Autobahnnetzwerk verbindet Pacifica bald mit Night City und dem Rest von Amerika. Die riesige Investition soll die wirtschaftliche Stärke von Night City unter Beweis stellen, doch so ein Plan sorgt natürlich auch für Widerstand. Eine große Explosion unter der Baustelle eines Unterhaltungskomplexes zerstört den Optimismus des Stadtrats sowie der Investoren in Pacifica. Eine ausführliche Ermittlung führt zu keinen klaren Ergebnissen und die Sicherheitsmaßnahmen vor Ort werden verstärkt. Doch was am wichtigsten ist: Der Stadtrat beschließt, Serenisands vom Rest der Stadt mit einer Mauer abzuschotten. Danach gehen die Bauarbeiten weiter und vorerst sieht es aus, als würden sie dank dieser neuen Maßnahmen auch abgeschlossen werden.
Doch nur ein paar Jahre später bricht der Vereinigungskrieg aus und einmal mehr stockt der Fortschritt. Die Investoren ziehen sich zurück, weil der Bau von Luxus-Resorts auf einmal keine finanzielle Priorität mehr darstellt. Ohne Polizei wird der Bezirk schnell zu einer Hochburg von Kriminellen, die von den Voodoo Boys kontrolliert wird. Ein gesetzloser, abgeschotteter Bezirk direkt neben einer verfeindeten Stadt scheint wie der ideale Angriffspunkt für einen Militäreinsatz. Deshalb schickt Militech 2070 Truppen nach Serenisands. Ein Angriff auf Night City steht offenbar kurz zuvor, wird aber vor allem deshalb abgewendet, weil im Rahmen eines Abkommens zwischen Saburo Arasaka und dem damaligen Mitglied des Stadtrats Lucius Rhyne ein Arasaka-Superträger in der Coronado Bay aufkreuzt. Militech befiehlt den Rückzug, doch eine große Anzahl an Soldaten ignoriert diese Anordnung und bleibt vor Ort.
Durch das Arvin-Abkommen wird Night City zu einer voll und ganz autonomen Metropole. Der verlassene Bezirk ist eine Art Niemandsland, wodurch sich für Colonel Kurt Hansen und seine Ex-Militech-Einheit die perfekte Gelegenheit ergibt, die Kontrolle über das heutige Dogtown zu übernehmen. Gemeinsam mit seinen Kameraden gründet er schon bald BARGHEST und erweitert seine neue Armee zunächst um Söldner und später um alle möglichen Abtrünnigen und Gangster, die sich ihm nur zu gerne anschließen. Wie schon zuvor wird der Bezirk zu einer Zuflucht für Reisende, Flüchtlinge und Verbrecher.
Mittlerweile hat Dogtown seine eigenen Gesetzeshüter sowie Handelsbeziehungen mit Night City, den NUSA und anderen Ländern. Die Behörden von Night City haben nur wenig Lust, sich mit ihren lauten Nachbarn auseinanderzusetzen, und jegliche Hoffnung, Serenisands in Zukunft doch wiederaufzubauen, sind wenig mehr als Luftschlösser. Es ist einfacher, das Problem geflissentlich zu ignorieren und sich nach besseren Gelegenheiten umzusehen. Neue, spannende Geschäftsideen lassen sich leichter an Investoren verkaufen als lästige Kampfgebiete – schließlich möchte man lieber in aller Ruhe von vorne anfangen.