Die Hochzeit von Himmel und Hölle
„Die Hochzeit von Himmel und Hölle“ – E-Mail aus Cyberpunk 2077. DIE BEGRÜNDUNG Rintrah brüllt und schüttelt in der schwangeren Luft seine Feuer; Wolken, hungrig, hängen über der Tiefe.
Text
DIE BEGRÜNDUNG
Rintrah brüllt und schüttelt in der schwangeren Luft seine Feuer;
Wolken, hungrig, hängen über der Tiefe.
Einst, sanften Mutes und auf gefährlichem Pfad
Zog der Gerechte seine Bahn entlang
Der Senke des Todes.
Rosen sind, wo Dornen wachsen, gepflanzt,
Und über blüteloser Heide
Singen die Honigbienen.
Dann ward der gefährliche Pfad bepflanzt,
Und ein Fluss und ein Quell
Auf jedem Fels und jedem Grab.
Und über den gebleichten Knochen
Gebar rote Erde,
Bis der Gewissenlose die unbeschwerten Wege verließ
Um auf gefährlichen Pfaden zu wandern, und zu treiben
In die wüsten Gefilde den Gerechten.
Jetzt treibt ihr Wesen, kriechend, die Schlange
In sanfter Demut,
Und der Gerechte rast umher in der Wildnis
Wo Löwen streifen.
Rintrah brüllt und schüttelt in der schwangeren Luft seine Feuer,
Wolken, hungrig, hängen über der Tiefe.
Da ein neuer Himmel im Anfänglichen steht, und seit seiner Ankunft es dreiunddreißig Jahre sind, kehrt jetzt auch die Ewige Hölle wieder. Und siehe! Swedenborg ist, am Grabe hockend, der Engel; seine Schriften sind gefaltet, aus Leinen die Kleider. In diesem Nu geschehen die Herrschaft Edoms und Adams Rückkehr in das Paradies. (siehe Jesaja XXXIV & XXXV).
Ohne Gegensätze ist Fortschreiten nicht. Anziehung und Abstoßung, vernünftiges Denken und wirkende Allkraft, Liebe und Haß: notwendig sind sie dem menschlichen Sein.
Diesen Gegensätzen entspringt, was die Frommen gut und böse nennen. Das Gute ist das Leidsame, das dem Verstand gehorcht. Das Böse ist das Tätige am Grund der wirkenden Allkraft.
Das Gute ist der Himmel. Das Böse ist die Hölle.
William Blake
Rintrah brüllt und schüttelt in der schwangeren Luft seine Feuer;
Wolken, hungrig, hängen über der Tiefe.
Einst, sanften Mutes und auf gefährlichem Pfad
Zog der Gerechte seine Bahn entlang
Der Senke des Todes.
Rosen sind, wo Dornen wachsen, gepflanzt,
Und über blüteloser Heide
Singen die Honigbienen.
Dann ward der gefährliche Pfad bepflanzt,
Und ein Fluss und ein Quell
Auf jedem Fels und jedem Grab.
Und über den gebleichten Knochen
Gebar rote Erde,
Bis der Gewissenlose die unbeschwerten Wege verließ
Um auf gefährlichen Pfaden zu wandern, und zu treiben
In die wüsten Gefilde den Gerechten.
Jetzt treibt ihr Wesen, kriechend, die Schlange
In sanfter Demut,
Und der Gerechte rast umher in der Wildnis
Wo Löwen streifen.
Rintrah brüllt und schüttelt in der schwangeren Luft seine Feuer,
Wolken, hungrig, hängen über der Tiefe.
Da ein neuer Himmel im Anfänglichen steht, und seit seiner Ankunft es dreiunddreißig Jahre sind, kehrt jetzt auch die Ewige Hölle wieder. Und siehe! Swedenborg ist, am Grabe hockend, der Engel; seine Schriften sind gefaltet, aus Leinen die Kleider. In diesem Nu geschehen die Herrschaft Edoms und Adams Rückkehr in das Paradies. (siehe Jesaja XXXIV & XXXV).
Ohne Gegensätze ist Fortschreiten nicht. Anziehung und Abstoßung, vernünftiges Denken und wirkende Allkraft, Liebe und Haß: notwendig sind sie dem menschlichen Sein.
Diesen Gegensätzen entspringt, was die Frommen gut und böse nennen. Das Gute ist das Leidsame, das dem Verstand gehorcht. Das Böse ist das Tätige am Grund der wirkenden Allkraft.
Das Gute ist der Himmel. Das Böse ist die Hölle.
William Blake
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