Die Chroniken von Titania: Buch 1
„Die Chroniken von Titania: Buch 1“ – E-Mail aus Cyberpunk 2077. „Du hast ja keine Ahnung, wovon du redest“, sagte die Frau mit dem grünen Haar und lächelte abfällig. „Ich habe schon viele Welten besucht, jede davon auf Lügen errichtet. Jede. Obwohl ...
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„Du hast ja keine Ahnung, wovon du redest“, sagte die Frau mit dem grünen Haar und lächelte abfällig. „Ich habe schon viele Welten besucht, jede davon auf Lügen errichtet. Jede. Obwohl ... Diese hier ist womöglich die erste, deren Bewohner so stur die Augen vor der Wahrheit verschließen.“
Visan spürte Zorn in sich hochkochen. „Wie kann es diese Frau, eine Außenstehende der Utopie von Titania, wagen, ein System zu kritisieren, das Millionen glücklich gemacht hat?“, dachte er sich.
„Wenn hier jemand blind ist, dann du!“, brach es aus ihm heraus. „Titania kennt keine Ungerechtigkeit, keinen Mangel! Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte gehört jeder der privilegierten Klasse an!“
Die Frau lächelte sanft. Ihre bernsteinfarbenen Augen glitzerten schelmisch.
„Ist das wahr?“, fragte sie. „Was ist dann mit deiner Arbeit in dieser ... Konservenfabrik? Wieso bist du dort unglücklich?“
Visan zwang sich, ruhig zu bleiben. Er konnte sich nicht erklären, warum ihn die Bemerkungen der Fremden so erzürnten. Vielleicht war es nicht ihre Schuld ... Vielleicht begriff sie einfach nicht, dass die Menschheit endlich die ideale Gesellschaft geschaffen hatte. Ihre eigene Heimat ähnelte einer eher primitiven Welt, über lange Zeiten befleckt vom Makel des Feudalismus. In gewisser Weise war sie wie ein Kind. Intelligent, ja, und doch ignorant und übertrieben selbstgerecht.
„Irgendeine Gruppe der Gesellschaft muss für diese Art der Arbeit zuständig sein“, erklärte Visan. „Dank der Fortschritte der Robotertechnik sind die Produktionsmethoden weitgehend automatisiert und liegen nicht mehr in unseren Händen. Wir haben nur noch eine Überwacherfunktion inne. Um also auf deine Frage zurückzukommen: Ich bin nicht unglücklich. Die Roboter erledigen die Arbeit für mich. Also ... Du weißt doch, was Roboter sind, oder?“
„Natürlich weiß ich das. Wir haben etwas Ähnliches, nur bestehen sie aus Ton und Stein“, erwiderte die Frau mit dem hellgrünen Haar. Ihr Tonfall war noch immer überheblich. „Gut, dann kommt deine Welt also ohne manuelle Arbeit aus. Doch bedeutet das nicht, dass Arbeiter wie du ihren früheren Wert verloren haben? Willst du etwa behaupten, dass es niemanden gibt, der deinen Fortschritt regelt? Jemanden, der euch Verantwortung überträgt?“
Visan verstummte. Die goldenen Augen der Frau funkelten mutwillig, als sie über sein verwirrtes Schweigen lachte.
„Bitte entschuldige.“ Die Lippen der Fremden kräuselten sich zu einem verlegenen Lächeln. „Du magst ein ‚gleichwertiges’ Mitglied dieses Kornze... Konzerns ... sein. Doch nichts von dem, was ich hier gesehen habe, passt zu deiner Beschreibung.“
Visan spürte Zorn in sich hochkochen. „Wie kann es diese Frau, eine Außenstehende der Utopie von Titania, wagen, ein System zu kritisieren, das Millionen glücklich gemacht hat?“, dachte er sich.
„Wenn hier jemand blind ist, dann du!“, brach es aus ihm heraus. „Titania kennt keine Ungerechtigkeit, keinen Mangel! Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte gehört jeder der privilegierten Klasse an!“
Die Frau lächelte sanft. Ihre bernsteinfarbenen Augen glitzerten schelmisch.
„Ist das wahr?“, fragte sie. „Was ist dann mit deiner Arbeit in dieser ... Konservenfabrik? Wieso bist du dort unglücklich?“
Visan zwang sich, ruhig zu bleiben. Er konnte sich nicht erklären, warum ihn die Bemerkungen der Fremden so erzürnten. Vielleicht war es nicht ihre Schuld ... Vielleicht begriff sie einfach nicht, dass die Menschheit endlich die ideale Gesellschaft geschaffen hatte. Ihre eigene Heimat ähnelte einer eher primitiven Welt, über lange Zeiten befleckt vom Makel des Feudalismus. In gewisser Weise war sie wie ein Kind. Intelligent, ja, und doch ignorant und übertrieben selbstgerecht.
„Irgendeine Gruppe der Gesellschaft muss für diese Art der Arbeit zuständig sein“, erklärte Visan. „Dank der Fortschritte der Robotertechnik sind die Produktionsmethoden weitgehend automatisiert und liegen nicht mehr in unseren Händen. Wir haben nur noch eine Überwacherfunktion inne. Um also auf deine Frage zurückzukommen: Ich bin nicht unglücklich. Die Roboter erledigen die Arbeit für mich. Also ... Du weißt doch, was Roboter sind, oder?“
„Natürlich weiß ich das. Wir haben etwas Ähnliches, nur bestehen sie aus Ton und Stein“, erwiderte die Frau mit dem hellgrünen Haar. Ihr Tonfall war noch immer überheblich. „Gut, dann kommt deine Welt also ohne manuelle Arbeit aus. Doch bedeutet das nicht, dass Arbeiter wie du ihren früheren Wert verloren haben? Willst du etwa behaupten, dass es niemanden gibt, der deinen Fortschritt regelt? Jemanden, der euch Verantwortung überträgt?“
Visan verstummte. Die goldenen Augen der Frau funkelten mutwillig, als sie über sein verwirrtes Schweigen lachte.
„Bitte entschuldige.“ Die Lippen der Fremden kräuselten sich zu einem verlegenen Lächeln. „Du magst ein ‚gleichwertiges’ Mitglied dieses Kornze... Konzerns ... sein. Doch nichts von dem, was ich hier gesehen habe, passt zu deiner Beschreibung.“