Die Blumen des Schweigens: Eine Biographie über Hanako Arasaka
„Die Blumen des Schweigens: Eine Biographie über Hanako Arasaka“ – E-Mail aus Cyberpunk 2077. Wenn ich diese Biographie nur mithilfe der öffentlich verfügbaren Materialien hätte schreiben müssen, hätte die Geschichte zwei Seiten, und noch dazu Vorwort, Nachwort und Danksagungen.
Text
Wenn ich diese Biographie nur mithilfe der öffentlich verfügbaren Materialien hätte schreiben müssen, hätte die Geschichte zwei Seiten, und noch dazu Vorwort, Nachwort und Danksagungen.
Es ist allgemein bekannt, dass Hanako Arasaka eine sehr private Person ist. Jeder hat von dem tragischen Tod des letzten Journalisten gehört, der ihre Lebensgeschichte zu Papier bringen wollte. Zehn Schuss in den Rücken. Laut Polizei ein Selbstmord.
Aus diesem Grund habe ich höflich abgelehnt, als mein Verleger mich bat, dieses Buch zu schreiben. Bei dem Vorschuss, den man mir daraufhin anbot, habe ich noch einmal darüber nachgedacht. Letztendlich fiel meine Entscheidung aber, als man mir sagte, dass Arasakas PR-Abteilung mir die Erlaubnis erteilt hatte, mehrere Menschen aus Hanakos Umfeld zu interviewen. Da saß ich im nächsten Flugzeug nach Tokyo.
Mein anfänglicher Enthusiasmus hielt jedoch nicht lange an. Die Leute, mit denen Arasaka mich in Kontakt brachte, beantworteten alle Fragen mit denselben Antworten, die sie offensichtlich auswendig gelernt hatten. Nach einem Monat Recherche beschränkten meine Ergebnisse sich auf Folgendes:
Hanako Arasaka ist die Tochter von Saburo Arasaka und seiner dritten Ehefrau, Michiko. Sie wurde 1999 in Tokyo geboren und hat die Stadt nur fünfmal in ihrem Leben verlassen. Sie hat ein sehr behütetes Leben geführt und nie eine wichtige Rolle im Familienunternehmen übernommen. Sie hat ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Bruder Yorinobu Arasaka, dem schwarzen Schaf der Familie.
Ich war bereit aufzugeben, als ich in den Archiven eines örtlichen Fernsehsenders eine Aufnahme von der Eröffnung eines Arasaka-Standorts in Fukuoka fand, zu der niemand Geringeres als Hanako selbst erschienen war. Sie spielte Klavier. Debussys „Rêverie“. Warum dieses Stück? Warum so ein verträumtes, introspektives Stück für ein Publikum aus stoischen japanischen Geschäftsleuten? Ihre goldenen Finger streichelten die Tasten zärtlich. Ich war wie hypnotisiert. Tränen liefen mir über die Wangen. Ich wusste, dass ich dieses Buch schreiben musste. Ich musste diese mysteriöse Frau selbst kennenlernen und herausfinden, wer Hanako Arasaka wirklich ist.
Es ist allgemein bekannt, dass Hanako Arasaka eine sehr private Person ist. Jeder hat von dem tragischen Tod des letzten Journalisten gehört, der ihre Lebensgeschichte zu Papier bringen wollte. Zehn Schuss in den Rücken. Laut Polizei ein Selbstmord.
Aus diesem Grund habe ich höflich abgelehnt, als mein Verleger mich bat, dieses Buch zu schreiben. Bei dem Vorschuss, den man mir daraufhin anbot, habe ich noch einmal darüber nachgedacht. Letztendlich fiel meine Entscheidung aber, als man mir sagte, dass Arasakas PR-Abteilung mir die Erlaubnis erteilt hatte, mehrere Menschen aus Hanakos Umfeld zu interviewen. Da saß ich im nächsten Flugzeug nach Tokyo.
Mein anfänglicher Enthusiasmus hielt jedoch nicht lange an. Die Leute, mit denen Arasaka mich in Kontakt brachte, beantworteten alle Fragen mit denselben Antworten, die sie offensichtlich auswendig gelernt hatten. Nach einem Monat Recherche beschränkten meine Ergebnisse sich auf Folgendes:
Hanako Arasaka ist die Tochter von Saburo Arasaka und seiner dritten Ehefrau, Michiko. Sie wurde 1999 in Tokyo geboren und hat die Stadt nur fünfmal in ihrem Leben verlassen. Sie hat ein sehr behütetes Leben geführt und nie eine wichtige Rolle im Familienunternehmen übernommen. Sie hat ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Bruder Yorinobu Arasaka, dem schwarzen Schaf der Familie.
Ich war bereit aufzugeben, als ich in den Archiven eines örtlichen Fernsehsenders eine Aufnahme von der Eröffnung eines Arasaka-Standorts in Fukuoka fand, zu der niemand Geringeres als Hanako selbst erschienen war. Sie spielte Klavier. Debussys „Rêverie“. Warum dieses Stück? Warum so ein verträumtes, introspektives Stück für ein Publikum aus stoischen japanischen Geschäftsleuten? Ihre goldenen Finger streichelten die Tasten zärtlich. Ich war wie hypnotisiert. Tränen liefen mir über die Wangen. Ich wusste, dass ich dieses Buch schreiben musste. Ich musste diese mysteriöse Frau selbst kennenlernen und herausfinden, wer Hanako Arasaka wirklich ist.