„75 Jahre Cyberware“ von Tsutomu Takahashi
„„75 Jahre Cyberware“ von Tsutomu Takahashi“ – E-Mail aus Cyberpunk 2077.
Text
EINFÜHRUNG
Noch vor einem Jahrhundert war der Verlust eines Beins oder Arms eine Tragödie, denn es bedeutete, mit einer dauerhaften Behinderung, körperlicher Beeinträchtigung und oft chronischen Schmerzen leben zu müssen. Zudem litten Menschen mit Behinderung oft unter Diskriminierung, und zwar bewusster (z. B. bei der Jobsuche) und unbewusster (z. B. fehlende Barrierefreiheit durch schlechte Infrastruktur). Heute ist der Verlust von Arm oder Bein nurmehr ein lästiges Übel – vorausgesetzt, der oder die Betroffene ist finanziell stabil.
Vor einem Jahrhundert war es Arbeitgebern erlaubt, ihren Mitarbeitern Dresscodes und Frisuren vorzuschreiben bzw. Piercings und Tattoos zu verbieten. Es war gang und gäbe, Arbeitnehmer mit illegitimen Mitteln zu höherer Produktivität anzutreiben, beispielsweise mittels Anti-Schwangerschafts-Vorschriften. Gleichzeitig war es damals weder gesetzlich erlaubt noch anders möglich, sich näher mit den Körpern seiner Mitarbeiter zu befassen. Mit dem Aufkommen der Cyberware in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts begannen Arbeitgeber, ihren Mitarbeitern Vorgaben hinsichtlich Haut-, Knochen-, Muskel-, Organ- und Augenersatzprodukten zu machen, um so Leistung und Effizienz zu steigern. In extremen Fällen werden Angestellte im Sicherheitssektor dazu angehalten, sich einer sogenannten vollen Körperkonversion oder voller Cyborgisierung zu unterziehen.
Vieles hat sich verändert, seit vor etwa 75 Jahren die ersten kybernetischen Implantate auf den Markt kamen. Einige Experten der Technologiegeschichte sind der Überzeugung, Cyberware beeinflusse den Fortschritt positiv, andere behaupten das Gegenteil. In diesem Buch versuche ich, die guten wie schlechten Veränderungen für unser Privat- und Berufsleben näher zu erörtern und in Zusammenhang zu setzen. Wie hat Cyberware uns in die heutige Zeit begleitet und wohin geht die Reise?
Noch vor einem Jahrhundert war der Verlust eines Beins oder Arms eine Tragödie, denn es bedeutete, mit einer dauerhaften Behinderung, körperlicher Beeinträchtigung und oft chronischen Schmerzen leben zu müssen. Zudem litten Menschen mit Behinderung oft unter Diskriminierung, und zwar bewusster (z. B. bei der Jobsuche) und unbewusster (z. B. fehlende Barrierefreiheit durch schlechte Infrastruktur). Heute ist der Verlust von Arm oder Bein nurmehr ein lästiges Übel – vorausgesetzt, der oder die Betroffene ist finanziell stabil.
Vor einem Jahrhundert war es Arbeitgebern erlaubt, ihren Mitarbeitern Dresscodes und Frisuren vorzuschreiben bzw. Piercings und Tattoos zu verbieten. Es war gang und gäbe, Arbeitnehmer mit illegitimen Mitteln zu höherer Produktivität anzutreiben, beispielsweise mittels Anti-Schwangerschafts-Vorschriften. Gleichzeitig war es damals weder gesetzlich erlaubt noch anders möglich, sich näher mit den Körpern seiner Mitarbeiter zu befassen. Mit dem Aufkommen der Cyberware in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts begannen Arbeitgeber, ihren Mitarbeitern Vorgaben hinsichtlich Haut-, Knochen-, Muskel-, Organ- und Augenersatzprodukten zu machen, um so Leistung und Effizienz zu steigern. In extremen Fällen werden Angestellte im Sicherheitssektor dazu angehalten, sich einer sogenannten vollen Körperkonversion oder voller Cyborgisierung zu unterziehen.
Vieles hat sich verändert, seit vor etwa 75 Jahren die ersten kybernetischen Implantate auf den Markt kamen. Einige Experten der Technologiegeschichte sind der Überzeugung, Cyberware beeinflusse den Fortschritt positiv, andere behaupten das Gegenteil. In diesem Buch versuche ich, die guten wie schlechten Veränderungen für unser Privat- und Berufsleben näher zu erörtern und in Zusammenhang zu setzen. Wie hat Cyberware uns in die heutige Zeit begleitet und wohin geht die Reise?