E-Mail

Wasser, Chrom und Blut: DER VIERTE KONZERNKRIEG

„Wasser, Chrom und Blut: DER VIERTE KONZERNKRIEG“ – E-Mail aus Cyberpunk 2077. […] Es ist bemerkenswert, dass das enorme Blutvergießen, welches mit dem 4. Konzernkrieg einherging, als simple Rivalität zwischen den Meereskonzernen CINO und OTEC begann.

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[…] Es ist bemerkenswert, dass das enorme Blutvergießen, welches mit dem 4. Konzernkrieg einherging, als simple Rivalität zwischen den Meereskonzernen CINO und OTEC begann. Beide Firmen griffen nach der Macht, die der Untergang der geschwächten IHA hinterlassen würde. OTEC beauftragte Militech, seine Geschäftsinteressen zu sichern und diverse „Sonderoperationen“ durchzuführen, CINO wiederum unterzeichnete eine ähnliche Unternehmensvereinbarung mit der Arasaka Corporation. Als die beiden stolzen Sicherheitsriesen in einem offenen Kampf aufeinandertrafen, eskalierte die Situation, und der 4. Konzernkrieg hatte offiziell begonnen.
Doch wie bei reinen Konzernkonflikten üblich, waren die Anfänge eher subtil: Arasaka deaktivierte einen Militech-Transport, Militech eliminierte (angeblich) ein hochrangiges Mitglied eines Arasaka-Partners, beide Seiten sabotierten einander wieder und wieder, Daten wurden gestohlen, Netrunner infiltrierten Datenfestungen, um zu verwirren, Informationen zu sammeln und Chaos auf dem Börsenmarkt zu stiften. Obwohl es in diesen ersten Monaten niemand für möglich gehalten hätte, gefährdete der Arasaka-Militech-Konflikt die Stabilität der gesamten Weltwirtschaft. Der völlige Kollaps hing wie ein Damoklesschwert über der Erde, weshalb man bei NetWatch beschloss, beide Konzerne mit einem Kommunikationsembargo abzustrafen. Doch die Maßnahme hatte nicht den gewünschten Effekt. Während sich CINO und OTEC dank „Friedensgesprächen“ inzwischen geeinigt hatten, wuchs die Spannung zwischen Arasaka und Militech weiter an. Diese Loslösung vom Streit um die Meere markiert den Anfang der zweiten Phase des 4. Konzernkriegs – den sogenannten „Schattenkrieg“. Die folgenden militärischen Konflikte zwischen Militech und Arasaka waren blutig, brutal und gnadenlos, doch die schlimmsten Kampagnen liefen über das Net ab. Netrunner von Arasaka und Militech griffen wiederholt mit oftmals hochexperimentellen Viren an. Hinzu kamen tödliche EIS-Maßnahmen und KI-ähnliche Programme, die in finsteren Ecken des Nets lauerten, um zuzuschlagen, wenn der richtige Zeitpunkt kam.
In der zweiten Hälfte des Jahres 2022 begann die Endphase des Konfliktes, während der beide Seiten auf alle verfügbaren Mittel und Strategien zugriffen. Der sogenannte „Heiße Krieg“ war ausgebrochen. Etwa zur selben Zeit hörte das Net wie wir es kannten auf zu existieren. Söldner beider Seiten fielen in offenen Gefechten der hochmodernen Waffentechnologie zum Opfer. Es folgte der gleichzeitig schockierendste und berühmteste Wendepunkt des Krieges, als unbekannte Söldner einen Atomsprengkopf im Arasaka-Hauptquartier von Night City zündeten. Kurz nach der Explosion beugte sich Arasaka dem immer stärker werdenden Druck der japanischen Regierung, legte die Waffen nieder und zog sich von vielen strategischen Punkten zurück, darunter auch Night City. Militech hatte den Sieg davongetragen, aber er hinterließ einen bitteren Beigeschmack. [...]

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