Der Grüne Tod
„Der Grüne Tod“ – E-Mail aus Cyberpunk 2077. Der Mann mit dem wettergegerbten Gesicht starrte den jungen Nomaden an, als wolle er seine Gedanken lesen. „Versteh mich nicht falsch“, murmelte er. „Ich habe nichts gegen unerwartete Gäste.
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Der Mann mit dem wettergegerbten Gesicht starrte den jungen Nomaden an, als wolle er seine Gedanken lesen. „Versteh mich nicht falsch“, murmelte er. „Ich habe nichts gegen unerwartete Gäste. Aber du wirst verstehen, dass ein Mann, der allein in der Wüste lebt, das Recht auf ein paar unangenehme Fragen hat.“
Der Junge wagte es nicht, den Blick zu erwidern. Stattdessen sah er immer wieder nervös aus dem Fenster, als erwarte er, am Nachthimmel eine Armada aus Kampfdrohnen zu entdecken. „Ich ... Ich bin auf der Flucht“, stammelte er nach kurzem Zögern. „Vor dem Grünen Phantom. Er verfolgt mich schon seit Yellow Creek.“
Bis auf ein leichtes Zucken im Mundwinkel war das Gesicht des Alten völlig regungslos. Er schien mehr zu wissen als er zuzugeben bereit war. „Du hast nichts zu befürchten“, beruhigte er den Jungen. „Das Grüne Phantom hat es nur auf die schlimmsten Kriminellen abgesehen. Wenn du Bedauern im Herzen trägst, wird er dir verzeihen und eine zweite Chance geben.“
Plötzlich verwandelte sich das ängstliche Auftreten des Jungen. Sein Gesicht verzog sich zu einem rebellischen Grinsen. „Ich bedaure aber nichts. Und du, alter Mann ... Du hast nicht die geringste Ahnung, wovon du redest.“
„Da hast du Unrecht. Ich selbst bin dem Phantom bereits begegnet.“
Die Augen des unerfahrenen Nomaden weiteten sich überrascht. Es schien, als läge ihm eine Frage auf der Zunge, aber er sprach sie nicht aus.
„Es ist spät“, sagte der Alte. „Du solltest dich schlafen legen. Du bist erschöpft und musst deine Kraft sammeln, ehe du weiter wegläufst, wenn du das unbedingt tun willst. Heute Nacht kannst du hierbleiben.“
Der Junge bedankte sich nicht. Ohne ein Wort stand er auf und betrat den kleinen, finsteren Schlafbereich, wo ihm sein Gastgeber ein Bett zugewiesen hatte. Um in der Dunkelheit sehen zu können, schaltete er auf Infrarot und erstarrte ... Im Bett lag eine Leiche. Er näherte sich, um die Gestalt näher zu betrachten. Eine warme Blutlache, unnatürlich verdrehte Hände ... dann die leeren, toten Augen des Mannes, mit dem er eben noch gesprochen hatte.
Plötzlich veränderten sich die Wände. Ein unirdischer Schimmer ging von ihnen aus. Der Junge spürte eine Gestalt in den Raum kommen, die hinter ihm stehenblieb. „Wenn du wirklich nichts bedauerst“, zischte eine kalte, emotionslose Stimme, „warum fliehst du dann?“
Schwärze. Die Welt des jungen Nomaden versank in Finsternis.
Der Junge wagte es nicht, den Blick zu erwidern. Stattdessen sah er immer wieder nervös aus dem Fenster, als erwarte er, am Nachthimmel eine Armada aus Kampfdrohnen zu entdecken. „Ich ... Ich bin auf der Flucht“, stammelte er nach kurzem Zögern. „Vor dem Grünen Phantom. Er verfolgt mich schon seit Yellow Creek.“
Bis auf ein leichtes Zucken im Mundwinkel war das Gesicht des Alten völlig regungslos. Er schien mehr zu wissen als er zuzugeben bereit war. „Du hast nichts zu befürchten“, beruhigte er den Jungen. „Das Grüne Phantom hat es nur auf die schlimmsten Kriminellen abgesehen. Wenn du Bedauern im Herzen trägst, wird er dir verzeihen und eine zweite Chance geben.“
Plötzlich verwandelte sich das ängstliche Auftreten des Jungen. Sein Gesicht verzog sich zu einem rebellischen Grinsen. „Ich bedaure aber nichts. Und du, alter Mann ... Du hast nicht die geringste Ahnung, wovon du redest.“
„Da hast du Unrecht. Ich selbst bin dem Phantom bereits begegnet.“
Die Augen des unerfahrenen Nomaden weiteten sich überrascht. Es schien, als läge ihm eine Frage auf der Zunge, aber er sprach sie nicht aus.
„Es ist spät“, sagte der Alte. „Du solltest dich schlafen legen. Du bist erschöpft und musst deine Kraft sammeln, ehe du weiter wegläufst, wenn du das unbedingt tun willst. Heute Nacht kannst du hierbleiben.“
Der Junge bedankte sich nicht. Ohne ein Wort stand er auf und betrat den kleinen, finsteren Schlafbereich, wo ihm sein Gastgeber ein Bett zugewiesen hatte. Um in der Dunkelheit sehen zu können, schaltete er auf Infrarot und erstarrte ... Im Bett lag eine Leiche. Er näherte sich, um die Gestalt näher zu betrachten. Eine warme Blutlache, unnatürlich verdrehte Hände ... dann die leeren, toten Augen des Mannes, mit dem er eben noch gesprochen hatte.
Plötzlich veränderten sich die Wände. Ein unirdischer Schimmer ging von ihnen aus. Der Junge spürte eine Gestalt in den Raum kommen, die hinter ihm stehenblieb. „Wenn du wirklich nichts bedauerst“, zischte eine kalte, emotionslose Stimme, „warum fliehst du dann?“
Schwärze. Die Welt des jungen Nomaden versank in Finsternis.