Der Mann aus Cintra
The Man from Cintra
Hauptquest Toussaint empfohlen ab Stufe 43 Blood and Wine
Aus dem Journal
Anscheinend hatte sich die Sache zugespitzt und Geralt würde endlich demjenigen begegnen, dem es einige Zeit lang gelungen war, sich wie eine Schlange seinem Griff zu entwinden. Der Cintrier sollte zur Soirée der Mandragora erscheinen - einer exklusiven Gruppierung, die verschiedenste Künstler vereinte, die große Stücke auf sich selbst hielten. Meiner Meinung nach handelt es sich bei ihnen lediglich um eine Schar Individuen, denen die Natur ein besonderes Talent verweigert hatte. Aus diesem Grund wollten sie keine neuen und besseren Werke erschaffen, sondern lieber wohlhabenden Mäzenen die Ohren volljammern - was ich schon immer zutiefst verabscheut habe. Doch zurück zum Cintrier: Geralt und Anna Henrietta wollten die Soirée besuchen und sich den Halunken schnappen.
Der Hexer war in Kämpfen, in denen Lügen, Schmeicheleien und gelegentliche Sticheleien zu den Hauptwaffen der Kontrahenten zählten, wirklich ungeübt. Mithilfe von Anarietta, die mit dieser Art von Kampf weitaus besser vertraut war und mit gemeinen Erwiderungen konterte, gelang es ihm, sich größtenteils unerkannt unter Beauclairs versammelte Boheme zu mischen. Gemeinsam suchten die Herzogin und der Hexer nach dem Cintrier. Angeblich war er mit der berühmten Sängerin Cecilia Bellante im Arm erschienen. Die arme Cecilia hatte jedoch nicht ahnen können, dass der Abend als Tragödie für sie enden würde. Geralt fand sie mit unmittelbar zuvor aufgeschlitzter Kehle und machte sich an die Verfolgung ihres Mörders.
Der Cintrier war an jenem Abend erschienen, um das Herz von Toussaint zu stehlen, ein herzogliches Juwel, das sich im Besitz Oriannas befand, der Gastgeberin der Soirée. Der Hexer konnte den Dieb nicht mehr befragen, da dieser tragischerweise beim Versuch, mit seiner Beute zu fliehen, ums Leben kam. Allerdings hatte er einen Hinweis zurückgelassen, der zur Burg Dun Tynne führte, dem nun nächsten Ziel des Hexers. Doch der Angriff auf diese mit vielen Rittern bemannte Burg würde nicht einfach sein. Ironischerweise erschwerte Anna Henrietta Geralt die Aufgabe durch eine weitere Aufgabe. Ihr solltet wissen, werte Leserschaft, dass der Dieb zuerst ein Fass des herzoglichen Weins an sich gebracht und dann versucht hatte, ein Juwel zu stehlen, das einst Syanna, Anariettas Schwester, gehört hatte. Die Existenz besagter Schwester hat mich ebenso überrascht wie euch, werte Leser. Wer hätte gedacht, dass Anarietta eine Schwester hatte und obendrein eine noch temperamentvollere als die Herzogin selbst? Diese Fakten ließen die Herzogin vermuten, dass sich Syanna selbst auf Burg Dun Tynne aufhalten könnte. Daher befahl sie dem Hexer, zur Burg zu gehen und sie zu suchen. Und als ob diese Erkenntnisse nicht schon genug wären, endete der Abend in einer philosophisch komplizierten Runde, bestehend aus der Herzogin, mehreren höheren Vampiren und einem mürrischen Hexer, versammelt um einen Tisch. Die Unterhaltung war rege und abwechslungsreich, die Themen reichten von den Feinheiten des Monsterkampfs bis hin zum Tragen tief ausgeschnittener Gesellschaftskleider.