Der letzte Wunsch
The Last Wish
Nebenquest Skellige empfohlen ab Stufe 15
Aus dem Journal
Bevor Geralt und Yennefer nach ihrem Abenteuer in Freyas Garten wieder getrennte Wege gingen, bat die Zauberin Geralt um ein Treffen in Larvik. Sie machte ihm deutlich, dass es sich um eine persönliche Angelegenheit handelte, gab aber nichts Genaueres bekannt.
Geralt reiste pflichtbewusst nach Larvik, wo Yennefer ihm ihren Plan enthüllte: Sie wollte einen Genius fangen und sich dessen Macht zunutze machen. Brrr, schon beim Gedanken daran bekomme ich Gänsehaut und es schnürt mir die Kehle zu! Denn, werter Leser, ich hatte bereits einmal im Leben das leidvolle Vergnügen mit einem Genius und dieses eine Mal war bereits zu viel für mich. Die meisten Genien paaren eine schier unglaubliche Macht mit unaussprechlicher Boshaftigkeit. Kurz gesagt, sie sind üble Zeitgenossen, um die vernünftige Leute einen weiten Bogen machen sollten.
Wenn Yennefer sich allerdings etwas in den Kopf gesetzt hat, gibt es kein Zurück. Geralt musste dies niedergeschlagen einsehen und erklärte sich bereit, ihr zu helfen, die Gefahren zu meistern, die bei diesem verrückten Unterfangen nicht ausbleiben würden. Yennefer hatte von einem Gelehrten gehört, der sein ganzes Leben mit der Erforschung der Geheimnisse von Genien verbracht hatte. Er war bei einem Schiffbruch vor der Küste von Hindarsfjall unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Dort wollten Geralt und Yennefer mit ihrer Suche beginnen.
Die Spur, der Geralt und Yennefer folgten, führte sie vom Meeresboden vor der Küste von Hindarsfjall zu den schneebedeckten Gipfeln von Ard Skellig. Dort, wo sich selbst Drachen nur mit größter Umsicht bewegen sollten, beschworen sie den Genius und versuchten, ihn einzufangen. Der Genius aber wollte sich nicht kampflos aufgeben und widersetzte sich mit aller Kraft.
Gemeinsam gelang es dem Hexer und der Zauberin, den streitsüchtigen Geist zu bändigen. Als er begriffen hatte, dass seine Lage aussichtslos war, konnte Yennefer den Genius überzeugen, das zu tun, was sie von ihm verlangte - Geralt und sie von dem Zauber zu befreien, den ein anderer Genius vor langer Zeit auf sie gesprochen hatte. Dieser Zauber bewirkte, dass Geralt und Yennefer trotz vieler Unterschiede nicht ohne einander leben konnten. Jetzt hatten sie die Gelegenheit zu sehen, ob das magische Band zwischen ihnen auch ohne den Zauber weiterhin bestehen würde ...
Die Wahrheit war keine Enttäuschung. Der gefangene Genius löste den Zauber seines Vorgängers auf ... und die Gefühle zwischen Geralt und der Zauberin waren so intensiv wie zuvor. Vielen Bewunderern entfuhr an jenem Tag ein tiefer Seufzer, als das Band zwischen den beiden bekannten Schönheiten noch enger wurde und jegliche gehegte Hoffnung Außenstehender zunichte machte ...
Die Wahrheit war für Yennefer eine große Ernüchterung, obgleich sie sich dies nicht anmerken ließ. Nachdem der Genius den Zauber seines Vorgängers aufgelöst hatte, gestand Geralt ihr, dass seine Gefühle für sie nicht mehr so waren wie früher. Schweren Herzens kehrten sie nach Kaer Trolde zurück und gingen danach getrennter Wege.
Yennefer hatte keinen Zweifel daran gelassen, dass ihr die Angelegenheit wichtig war - und Geralt ließ keinen Zweifel daran, dass er nicht daran dachte, schon wieder ihren Laufburschen zu spielen. Er ließ sie in Skellige und kümmerte sich wieder um seine eigenen Angelegenheiten.
Werte aus den Spieldateien von The Witcher 3 Remastered (Version 5.0.0.1041720), Stand 30.09.2026. Nicht jeder Wert ist im Spiel einzeln nachgeprüft.