Staatsräson
Reason of State
Nebenquest Novigrad empfohlen ab Stufe 30
Aus dem Journal
Gewichtige Entscheidungen, die das Schicksal ganzer Nationen ändern, werden oft unter ungewöhnlichen Umständen getroffen. Als Geralt beispielsweise gefragt wurde, ob er sich an der Ermordung von König Radovid beteiligen wollte, stand er halbnackt im Novigrader Badehaus einem verschwitzten Dijkstra gegenüber. Dieser trug ihm auf, bei Interesse an einer Zusammenarbeit an einem Treffen in einem Lagerhaus bei den Docks teilzunehmen, wo die Details der Ermordung des mächtigsten Herrschers des Nordens ausgeheckt werden sollten.
Der dreiste Plan ging auf, und der König Redaniens wurde auf der Brücke zur Tempelinsel gemeuchelt. Radovids Blut war jedoch nicht das einzige, das im Zuge der Verschwörung vergossen werden sollte, denn als das gemeinsame Ziel die Verschwörer nicht mehr einte, fielen sie übereinander her. Geralt, der immer Wert auf Neutralität gelegt hatte, beschloss, sich nicht einzumischen, und verließ den Unterschlupf der Meuchelmörder, ehe es zum Kampf kam. Auch wenn Roche und seine Männer schon vieles überstanden hatten, würden sie gegen die Überzahl von Dijkstras Leuten keine Chance haben. Das Theater von Madame Irina wurde Schauplatz des blutigen Endes, das die glühendsten Patrioten Temeriens fanden.
Der dreiste Plan ging auf, und der König Redaniens wurde auf der Brücke zur Tempelinsel gemeuchelt. Radovids Blut war jedoch nicht das einzige, das im Zuge der Verschwörung vergossen werden sollte, denn als das gemeinsame Ziel die Verschwörer nicht mehr einte, fielen sie übereinander her. Geralt legte zwar Wert auf Neutralität, aber er hatte nicht vor, untätig danebenzusitzen, wenn Dijkstras Männer seine Freunde niedermetzelten. Und so wurde der lang ersehnte Triumph des redanischen Spions zu seiner Niederlage gegen den Hexer.
Mir ist bis heute schleierhaft, was Geralt trieb, sich an der Ermordung von Radovid zu beteiligen - und ebenso, was ihn dann wieder davon abbrachte. Aber so sieht es aus: Geralt mischte sich in die hohe Politik ein, nur um die Angelegenheit dann links liegen zu lassen und sich um Wichtigeres zu kümmern - den Kampf gegen die Wilde Jagd.