Vom Regen in die Traufe
Out of the Frying Pan, into the Fire
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Auf der Weltkarte
Aus dem Journal
Es sind Soldaten gekommen. Ich weiß nicht, ob es unsere oder ihre sind. Es ist mir auch egal. Ich hörte sie auf der Straße heranreiten. Ich versteckte mich. Ich vernagelte die Tür. Vielleicht hält sie das ab.
Sie verbrachten die Nacht mordend und vergewaltigend. Ich habe durch die Risse in der Wand genug mit angesehen. Musste mir in den Finger beißen, bis auf den Knochen, damit ich nicht schreie. Weiß nicht, ob sich sonst noch jemand versteckt hat. Vielleicht nicht. Ich sah, wie sie Antosch erwischten. Der hatte sich in den Feldern versteckt, beim Heuhaufen, in dem er seine Sachen hat. Sie schlugen ihn tot.
Sie haben mich gehört. Sie wissen, dass ich hier drinnen bin. Ich habe nicht aufgemacht, als sie an die Tür schlugen. Ich dachte, sie räuchern mich aus wie die, die sich in der Kornkammer versteckt hatten. Dann sind sie auf die Pferde gesprungen und davongeritten. Jetzt ist es still. Man hört nur die Fliegen bei den Leichen.
Ich habe versucht, die Tür zu öffnen. Das Fenster. Mich rauszugraben. Ein Loch in die Wand oder das Dach zu kriegen. Nichts zu machen.
Ich hörte Leute, die die Leichen gefleddert haben. Ich weiß nicht, was es bei denen außer schmutzigen Hemden und Fußlappen noch zu holen gibt. Ich rief um Hilfe. Sie reagierten nicht. Jetzt kommen nur noch die Ghule.
Tragischerweise hatte der Autor dieses Briefs, wer immer er gewesen war, seine Zukunft präzise vorausgesagt. Im Schreiben stand, dass alle außer ihm gestorben waren und es auch keinen Erben für sein Vermögen mehr gab. Da griff Geralt zu. Bei ihm war es schließlich besser aufgehoben als bei den Ghulen.
In einem niedergebrannten Dorf fand Geralt eine Leiche. Natürlich frönte er seiner bizarren Neigung, jede verwesende Leiche am Wegesrand zu durchsuchen, und dabei fand er einige krakelig verfasste Notizen. Waren es die letzten Worte eines Sterbenden? Geralt beschloss, sie gründlich zu lesen ...