Auf der Fährte
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Nebenquest empfohlen ab Stufe 11
Aus dem Journal
Während der Hexer durch die Scherben streifte, Novigrads schlimmstes und berüchtigtstes Armenviertel, nahm er den Auftrag an, ein Monster zur Strecke zu bringen, das im Schutz der Dunkelheit grauenhafte Morde beging. Zum damaligen Zeitpunkt konnte er nicht ahnen, dass die Geschichte, die in der Gosse ihren Anfang nahm, in einem luxuriösen Anwesen enden würde.
Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem Monster um einen Ekimma, aber das war nur von geringer Bedeutung. Weitaus interessanter war, dass Lambert diese Kreatur ebenfalls jagte. Am interessantesten jedoch war die Tatsache, dass er dies tat, um den Anführer einer Gruppe Meuchelmörder zu finden, die seinen Freund getötet hatten. Nach und nach spürten unsere Helden die einzelnen Mitglieder der Bande auf, bis sie endlich den Anführer gefunden hatten: Jad Karadin.
Schließlich fanden Lambert und Geralt diesen Jad Karadin. Der Mann lebte im Luxus und hätte perfekt in die Oberschicht Novigrads hineingepasst - wäre er nicht ein Hexer der Katzenschule gewesen. Unerwarteterweise hieß Karadin die beiden in seinem Haus willkommen und stellte sie seiner Frau Leticia und seinen beiden Adoptivkindern vor. Im Laufe des Gesprächs versuchte Karadin das Unmögliche: Er wollte zwei ausgebildete Tötungsmaschinen, die auf seinen Tod aus waren, davon überzeugen, ihn am Leben zu lassen. Er sagte, er sei inzwischen ein anderer Mann geworden und hätte dem Meuchelmord abgeschworen. Doch seine Reue kam zu spät und er musste für seine früheren Verbrechen mit seinem eigenen Blut bezahlen.
Schließlich fanden Lambert und Geralt diesen Jad Karadin. Und sie waren sehr überrascht. Der Mann war ein ehemaliger Hexer, der jetzt im Luxus schwelgte, umgeben von seiner wunderbaren ... Familie? Aber wie? Während Geralt nicht im Geringsten über die Anwesenheit seiner Frau Leticia überrascht war, hätte er unter keinen Umständen die beiden Kinder mit ihren strahlenden Augen im Haus eines sterilen Hexers erwartet. Es stellte sich heraus, dass die Kinder adoptiert waren und Karadin schwor, sie wie seine eigenen Kinder zu lieben. Karadin überzeugte die Hexer, dass er sich gebessert hatte und nicht länger morden würde. Als Geralt dies hörte, bat er Lambert, von seiner Rache Abstand zu nehmen. Hatte er das Richtige getan? Das, werter Leser, obliegt nicht dem Urteils des Chronisten, der die Geschichte lediglich rückblickend und in einem bequemen Alkoven niederschreibt.
Bei den Docks von Novigrad traf Geralt seinen alten Waffenbruder Lambert. Er staunte, als ihm klar wurde, dass Lambert gar nicht wegen dieses Ekimmas in der Stadt war, den sie beide jagten. Doch ehe sie sich zusammensetzen und ausgiebig reden konnten, mussten die beiden Hexer mit ihrem betrügerischen Auftraggeber abrechnen. Wie oft werden die Leute noch versuchen, Hexer um den ehrlichen Lohn für die ehrliche Arbeit zu prellen?
Nachdem dies erledigt war, konnten Geralt und Lambert endlich reden. Es zeigte sich, dass Lambert die Leute jagte, die seinen Freund Aiden auf dem Gewissen hatten, einen Hexer der Katzenschule. Er hatte erfahren, dass Aiden von einer Bande gedungener Halunken unter der Führung eines gewissen Jad Karadin ermordet worden war. Geralt beschloss, Lambert zu helfen, und die beiden machten sich auf den Weg der Rache.
Der Auftrag hatte zunächst zwar interessant gewirkt, aber Geralt verlor schnell das Interesse. Welches mysteriöse Monster nachts die Straßen von Novigrad heimgesucht hatte, erfuhr er nie.
Die Angelegenheit war für Lambert zwar von höchster Bedeutung, aber Geralt verlor rasch jedes Interesse daran. Er fand Jad Karadin niemals.